Lehre des 7. Spieltages: „Teamgeist, Wille und Stimmung sind Schlüssel zum Erfolg“

TTV Neustadt : TTV Albersweiler II 9:3

Einen Drang zum Waschen sagt man dem männlichen Geschlecht allgemein ja nicht gerade nach. Wenn 1,5 Stunden vor Spielbeginn die Spieler der zweiten und ersten Mannschaft zum Wischmob greifen, dann sagt das viel über Vereinsgeist und Spielereinstellung aus. Die Maßnahme ergab sich aufgrund der unzureichend gereinigten Halle, sorgte für mehr Griffigkeit des Schuhwerks und parallel für spaßige Szenen in der heimischen Böbighalle.

In zitronenfrischer Atmosphäre erschienen dann etwas später auch die Gäste.

Unsere Erste sah sich einer stark ersatzgeschwächten albersweilerer Mannschaft gegenüber. Wer aufgrund dessen mit dahinplätschernden Partien ohne aufsehenerregende Szenen rechnete, wurde enttäuscht. Konzentriert wie schon in den vergangenen Partien stellten sich Sebbi, Jonas, Andy, Hakan, Walde und Marius der Herausforderung.

Wieder schlugen die neustadter Doppel voll ein und gossen ein soldides 3:0-Basisfundament. Zu beißen hatten Sebbi und Jonas in ihren anschließenden Einzeln. Mit dem erfolgreichen Pokalspiel des Vorabends in den Knochen konnten beide gegen den an diesem Abend auffällig starken Stein nicht punkten. Sebbi kämpfte sich in gewohnter Manier zwar in den 5. Satz, musste dem Albersweilerer dann doch zum Sieg gratulieren. Besser lief es gegen Pahl, den sowohl Sebbi als auch Jonas kontrolliert besiegen konnten.

Auch Andy hatte in dem jungen Bernhart einen sicheren und druckvollen Gegenspieler. Nach einem 0:2-Satzrückstand biss sich der Kapitän noch zum 2:2. Im Entscheidungssatz spielte Bernhart dann aber mutiger und gewann das Spiel. Zwischenstand 4:2.

Unbeeindruckt davon leitete „Iceman“ Hakan nach dieser kurzen Schwächephase des TTV die Wende ein, indem er Wetter mit 3:0 in die Schranken wies. Gerade in solchen Phasen des Spiels wird die Stärke des Teams sichtbar: Die Spieler bewahren die Ruhe, analysieren Schwachpunkte der Kontrahenten, fokussieren eigene Stärken und bleiben mit Spaß bei der Sache. Dem entsprechend überrollten Walde und Marius ihre Gegenüber (Prautzsch und Baloui) förmlich ohne Satzverlust.

Das letzte Aufbäumen der Gäste, in Form des bereits beschriebenen 5-Satz-Krimis von Sebbi gegen Stein, erstickte Jonas mit einem eindrucksvollen 3:0-Erfolg gegen Pahl. Nun oblag es Andy das Spiel zuzumachen, was ihm nach einem gewohnt ausgiebigen 5.Satz-Match (sorry Gerd) gegen Wetter gelang.

Mit der Ersten freute sich parallel auch die Zweite, trotz eigener Niederlage gegen Haßloch, was wiederum symptomatisch für das intakte Vereinsleben beim TTV steht und wie so oft in Form eines gemeinsamen Essens Ausklang fand.

Lehre des 6. Spieltages: „Wenn du einen Arzt im Team hast, schicke ihn zu deinem Gegner“

TTV Mutterstadt : TTV Neustadt 3:9

Bei der gestrigen Operation in Mutterstadt durfte Dieter nicht fehlen. Aufwendige Eingriffe gehören bekanntlich zum Spezialgebiet unseres Vereinsarztes, der sich der Aufgabe gerne annahm.

Am gestrigen Spieltag hatte unsere Erste die Möglichkeit, die tabellarischen Verfolger etwas zu distanzieren, dem entsprechend motiviert startete der TTV in die Doppel. Dort gelang Hakan und Dieter gleich ein Überraschungserfolg. Gegen das Spitzendoppel Schmitz/Ludwig harmonierten die beiden in hervorragender Manier mittels einer gelungenen Mixtur aus skalpellscharfen Blocks und harten Topspins aus der Halbdistanz. Auch den Doppelteams Sebbi/Andy sowie Walde/Marius gelang es, ihre Doppel zu gewinnen. Somit schafften es die Neustadter zum zweiten Mal in dieser Runde mit 3:0 in die Einzel zu starten.

Letztere starteten mit einer Punkteteilung im vorderen Paarkreuz. Andy sah gegen den gefährlichen Blockmeister Harald Schmitz wenig Land und ging mit 0:3 baden. Dieters Diagnose: Unterzucker. Sebbi brauchte gegen den jungen Ludwig einige Zeit um in Fahrt zu kommen, agierte dann aber zunehmend aggressiver am Tisch und siegte mit 3:1. Dieters Diagnose: Ausreichend Testosteron.

Dann schnappten sich Walde und Hakan den Schläger um im mittleren Paarkreuz zu punkten. Walde trat der junge Maisel entgegen und der spielte frech auf. Dank einer guten taktischen Einstellung behielt die Neustadter aber die Oberhand und siegte mit 3:1. Dieters Diagnose: Funktionales Hirn. Hakan hatte gegen den sicher aufspielenden Nikolaus anfängliche Sicherheitsprobleme, wurde aber zunehmend stärker. Trotzdem reichte es nicht ganz zum Sieg. Dieters Empfehlung: 3x täglich Hühnerbrühe.

Das hintere Paarkreuz stellt zur Zeit die solide Basis unseres Teams dar. Marius trotzte den Noppen von Schube und holte ungefährdet den nächsten Punkt für den TTV. Dieters Diagnose: keine Noppenallergie.

Dann durfte der Doc selbst Hand anlegen. Nach ausführlicher Anamnese des gegnerischen Spiels von Jahnke implantierte Dieter seine gefürchteten Stopblocks zur vollsten Zufriedenheit seiner Mitspieler. Dadurch lag der TTV mit 7:2 vorne.

Jetzt lag es am vorderen Paarkreuz, den schnellstmöglichen Weg zum heimischen Griechen zu bahnen. Jedoch mussten Sebbi und Andy dabei über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen. Sebbi unterlag in einem hochdramatischen Spiel gegen Schmitz denkbar knapp. Immer wieder platzierte der Mutterstädter seine Blocks in beachtenswerter Weise und trotz der Schlaghärte von Sebbi auf die gegnerische Plattenhälfte. Am Nebentisch schenkten sich Andy und Ludwig nichts. Der neustadter Kapitän spielte aber gegen Ende seine Routine aus und gewann mit 3:2. Den Abschlusspunkte setzte heute Hakan. Er ließ gegen Maisel nichts anbrennen und holte cool den Sieg zum 9:3-Endstand.

Im Anschluss traf man sich mit der zweiten und dritte Mannschaft im Poseidon. Bei Ouzo und Gyros wurden alle Befunde auf den Tisch gelegt und von Dieter in einer treffenden Diagnose zusammengefasst: Die beim TTV Neustadt erkennbare Spielfreude führt unweigerlich zu einem positiven Spielergebnis. Differentialdiagnose: Tabellenführer, zumindest kurzzeitig 😉

Lehre des 5. Spieltages: Unterschätze nie den „Schmidt-Faktor“

TTV Neustadt : TV Wörth 9:3

Er muss noch nicht mal seine Spiele gewinnen und trotzdem trägt er zum Gelingen des Spieltages für seine Mannschaft bei. Wer in den letzten Jahrzehnten Interesse am pfälzischem Wettkampftischtennis zeigte, kam an dem Namen Jürgen Schmidt nicht vorbei. Ganz abgesehen von den Erfolgen, die der bereits 75-jährige bei Einzelturnieren und Mannschaftswettkämpfen auch auf Bundesebene feiern konnte, ist er schon immer ein überaus mannschaftsdienlicher Spieler gewesen. So auch an diesem Samstagabend in der heimischen Böbighalle.

Aus der Sicht des Beobachters ist es immer wieder faszinierend, die Gesichter der gegnerischen Mannschaft zu studieren, wenn selbige Jürgen beim Einspielen an der Platte beobachten. Mehrmaliges Schlucken, leichte Schweißausbrüche und ein Anflug von verfrühter Resignation zeichneten sich diesmal auch in den Gesichtszügen der Wörther ab. Der neustadter Abwehrspezialist ist bekannt für seine große Sicherheit, verwirrenden Schnittwechsel sowie tödliche Vorhandschüsse sobald sich eine Gelegenheit bietet. Dass Jürgen, der den verhinderten Walde vertrat, all dies an diesem Abend nicht optimal abrufen konnte und folglich zwei Einzel abgab, geriet zur Nebensache nachdem seine Teamkameraden einen besseren Tag erwischten und ihre Einzel gewinnen konnten. Durch gezieltes Coaching der Mitspieler und motivierende Anfeuerungsrufen sorgte Jürgen für eine optimale Einstellung der Mannschaft.

Wieder nicht zu stoppen war Sebbi, der mit Einzelsiegen über Andre Wilhelms und Jörg Richard aufhorchen ließ. Auch Jonas, Andy, Marius und Hakan spielten erfolgreich und konnten die komplette Partie nach zwei Spielstunden mit 9:3 beenden.

Alles in allem kann dieser Sieg wieder als reife Mannschaftsleistung bezeichnet werden; diesmal mit leichter Unterstützung durch den „Schmidt-Faktor“.

Lehre des 4. Spieltages: Wenn Not am Mann ist, hilft die Zweite

VTV Mundenheim : TTV Neustadt 4:9

Ein Blick auf die Tabelle lässt vermuten, dass der Besuch unserer ersten Herrenmannschaft in Mundenheim nicht von langer Dauer hätte sein können, trat in dieser Begegnung doch der Tabellenzweite gegen den Tabellenvorletzten an. Eine vermeintlich klare Angelegenheit also. Doch da spielte erstens das Schicksal, und zweitens die topmotivierten Gastgeber vorerst nicht mit. Nachdem Hakan an diesem Wochenende schon verhindert war, erwischte Jonas die Grippe und es galt zwei Stammspieler zu ersetzen. Dies erledigten Gerd Wüst und Sebastian Edel, das vordere Paarkreuz unserer zweiten Mannschaft, in hervorragender Art und Weise. Nicht nur, dass die beiden das Doppel gegen Satzger/Goericke drehten und für sich entschieden, auch konnten beide ihre Einzel gegen eben genannte Spieler gewinnen. Gerd agierte taktisch klug und versenkte zudem seine gefürchtete Vorhandpeitsche adäquat auf der Seite von Goericke. Sebastian entschärfte währenddessen die unbequemen Bälle von Satzger majestätisch und lochte zum 3:0 ein.
Auch die Doppel der restlichen TTV-Teams Sebbi/Andy sowie Walde/Marius waren erfolgreich. Wieder startete der TTV mit drei komfortablen Doppelsiegen in die Partie. Dann folgten die Einzelbegegnungen.
Mundenheim spielte zum ersten Mal in dieser Saison mit ihrem Topspieler Dörling, der seine Oberligaerfahrung eindrucksvoll unter Beweis stellte. Erst ließ er gegen Andy kaum Chancen zu, zu sicher agierte der Linkshänder. Dann holte er ein 0:2-Satzverhältnis gegen Sebbi noch auf und erkämpfte den zweiten Einzelpunkt für die Gäste. Sebbi war sichtlich beeindruckt, ist es doch normalerweise seine Spezialität, hohe Rückstände aufzuholen. In der zweiten Hälfte der Gesamt-Begegnung verlor Andy, der nicht seinen besten Tag hatte, ein weiteres Mal gegen die nächste „Linksdatsche“ Kayser, während Sebbi diesen in fünf Sätzen niederrang.
Im mittleren Paarkreuz sahen die Zuschauer heute vier sehenswerte Matches, mit zahlreichen Topspinralleys, platzierten Blocks und (es sei erwähnt) nur einem Aufschlagfehler. Walde verlor zwar knapp gegen den zielsicheren Friseia, ließ aber Blockmonster Müller mit einem perfekten Mix aus wachsweichen Spins und steinharten Tops keine Chance. An der Nebenplatte agierte Marius, der mit zunehmender Dauer der Runde scheinbar keinen Lust mehr auf leichte Fehler zu haben scheint. Gegen beide Gegner saß so gut wie jeder Spin und auch der folgende Gegenschuss fand staubtrocken sein Ziel. Nach seinem 3:0-Sieg gegen Friseia war das gesamte Match mit 9:4 beendet.

Schon fast traditionell wurden bei der folgenden Spielanalyse in einer griechischen Lokalität folgende positiven Punkte herausgearbeitet:

  • unsere Doppel rocken
  • Wohl dem Verein, der auf solch starke Ersatzspieler zurückgreifen kann
  • die haßlocher Leber erhält 8 von 10 möglichen Punkten

Lehre des 3. Spieltages: Traubenzucker wirkt wahre Wunder

TTV Neustadt – TTC Germersheim 9:5

Wer sportliche Wettkämpfe bestreitet, kennt dieses Gefühl: Du bist motiviert, gut aufgewärmt, das Material stimmt, die Stimmung auch. Dann der Start. Die ersten Versuche zu punkten misslingen, gewohnt sichere Aktionen lassen sich nicht abrufen, der Gegner wird stärker, Verunsicherung tritt ein. So erging es unserem Spitzenmann Sebbi, der in eben beschriebener Form dem germersheimer Spitzenmann Dustin Hoffmann entgegentrat. Zu diesem Zeitpunkt stand es in der Gesamt-Partie 5:4 für die Neustadter. Ein weiterer Einzelsieg wäre also ein wichtiges Zeichen für den folgenden Spielverlauf gewesen, dies verursachte natürlich zusätzlich mentalen Druck.

Aber zurück zu Sebbis Down-Phase. Er lag schon mit 0:2 in Sätzen zurück. Ein Umbruch schien sich nicht einzustellen. Was dann folgte war nicht absehbar und wer genau dafür verantwortlich war, nicht zuzuordnen. Auf der Zuschauerbank lag ein Päckchen Traubenzucker. Sebbi, nicht imstande klare Gedanken zu fassen, griff abwesend danach, schob den Inhalt in die vertrocknete Mundhöhle und ließ gleichen zergehen. Der Wirkung ausgeliefert marschierte der Neustadter an die Platte und schien selbst positiv überrascht. Die ersten Punkte gelangen, gewohnte Ballsicherheit kehrte zurück, der Gegner wurde zunehmend hektischer und endlich schlugen die Topspins auf des Gegners Seite ein. 11:5, 11:5 und 11:4 verliefen die folgenden Sätze und das 3:2-Comeback von Sebbi war perfekt. Verrückt! Dies war zudem der einzige Fünf-Satz-Krimi, der zu Gunsten der Hausherren ausging. Ganze 4 Partien gingen zuvor im Entscheidungssatz an die Gäste.

Sebbis Mannschaftskameraden schafften es an diesem Abend übrigens ganz ohne Doping. Jonas gewann gegen Daniel Nasarow. Andy konnte Julian Karcher sowie Marc Zimmermann besiegen. Walde schaffte Einzelsiege gegen Jonas Martin und Philipp Ohlhoff zudem konnte Marius den Spieler Ohlhoff ebenfalls besiegen. Dazu kam der Doppelsieg von Sebbi und Andy.

Das Match der beiden jüngsten Mannschaften der Liga begeistere in freundschaftlicher Spielatmosphäre mit aktions- und temporeichen Ballwechseln. Der TTV Neustadt steht nun punktgleich mit TTC Burrweiler auf der Sonnenseite der Tabelle und bereitet sich auf das nächste Auswärtsspiel beim VTV Mundenheim am 23.09.2018 vor. Ein Päckchen Traubenzucker wird dabei garantiert nicht fehlen.

Lehre des 2. Spieltages: Wer das Doppel nicht ehrt …

TTC Oppau : TTV Neustadt 5:9

Während des gemeinsamen Essens beim Oppauer Griechen nach dem Spiel waren sich Gastgeber und Gäste einig: Ouzo passt hervorragend zu gegrillter Leber. Neben dieser kulinarischen Erkenntnis nun zu der spielerischen: Die Doppel waren das ausschlaggebende Element für den ersten Sieg unserer ersten Mannschaft in der noch jungen Saison.

Die Duos Sebbi/Andy, Jonas/Waldemar sowie Hakan/Marius liefen früh heiß, ließen dabei aber nichts anbrennen und sorgten für eine 3:0-Geamtführung. Mit diesem Polster im Rücken startete Sebbi in sein Einzel gegen Volker Wittmer. Dieser konnte seine Angriffsschläge gegen den sicheren Neustadter selten durchbringen und auch die Noppen brachten nichts ein, so dass das Spiel mit 3:1 an Sebbi ging. Bei Jonas lief es weniger glücklich, denn Marco Buchert spielte sehr druckvoll und holte den ersten Einzelsieg für Oppau.

Danach trat das mittlere Paarkreuz an die Platte. Während Hakan Mannschaftsführer Stefan Sattel gegenüber stand, traf Andy auf Stefan Kirrstetter. Hakan hatte seine Mühe mit Sattels Aufschlägen aber auch dieser konnte die knallharten Vorhandtops des Neustadters selten Blocken. So kam es zu einem offenen Schlagabtausch der 3:2 zu Gunsten des Oppauers endete. Andy konnte Kirrstetters Angriffsbälle sicher entschärfen und schaffte einen konzentrierten 3:0-Erfolg.

Das hintere Paarkreuz aus Neustadt war an diesem Abend in auffälliger Topform. Walde kämpfte Marvin Weiß mit 3:2 nieder, der einige fernsehreife Abwehr- und Gegenschussbälle zum besten gab. Marius gewann mit 3:1 gegen den sicheren Dr. Richter und erreichte damit, zur Freude des ganzen Teams, seinen ersten Einzelerfolg im Trikot des TTV.

Damit stand, wie auch gegen Burrweiler, ein 7:2 in der Gesamtwertung auf der Anzeigetafel. Dass daraus doch noch ein 8:8 erwachsen kann, musste die Erste vergangene Woche erfahren; man war also gewarnt. Und es wurde auch nochmal knapp.

Zwar konnte Sebbi auch sein zweites Einzel bravourös gegen Buchert gewinnen (kurios und mit Seltenheitswert: ein 0:10-Satz-Rückstand für den Neustadter), jedoch gingen in der Folge drei Einzel an Oppau. Jonas fand gegen Wittmers Noppen kein Mittel, Andy bekam Sattels Aufschläge nicht in den Griff und Hakan fand gegen Kirrstetter zu spät ins Spiel. Neustand 8:5.

Doch auf das hintere Paarkreuz war einfach Verlass. Walde brauchte gegen Dr. Richter einige Zeit um sich auf dessen Blockspiel einzustellen, konnte dann aber mit hohem Energieaufwand und Kampfgeist immer mehr das Spiel dominieren. Auch Marius am Nebentisch lag in Führung. Walde beendete das Match dann mit 3:1 und somit gewann die Erste insgesamt mit 9:5.

Nach diesem Sieg platziert sich die erste Riege des TTV vorerst auf einem oberen Tabellenplatz. Der Sieg gegen die Oppauer, die der Stärke nach in der 2. Pfalzliga auf den Plätzen 3-4 einzuschätzen sind, gibt dem jungen Team Auftrieb und verspricht Beginn einer spannende Saison zu werden. Volker Wittmer äußerte beim Verzehren der griechischen Leber zudem treffend: „Wir alle haben Spaß am Spiel und das ist die Hauptsache!“

Lehre des 1. Spieltages: Ein dicker Anfang hat oft ein noch dickeres Ende

TTV Neustadt 1 : TTV Burrweiler  8:8

Endlich durften die Herren des TTV wieder an die Platte. Die neuen Trikots saßen passgenau am gestählten Körper, der frische Belag klatschte wie in besten Frischklebezeiten und die Lust auf das Spiel war, ganz ohne Kuss, neu erwacht.
Da passte es wettkampftechnisch optimal, dass mit dem TTC Burrweiler eine Truppe zu Gast war, der es ähnlich zu ergehen schien.
Hochmotiviert starteten unsere Herren in die Doppel, die durch Siege von Sebbi/Andy und Hakan/Marius die 2:1-Führung brachten. Im Anschluss zeigte das erste Paarkreuz im Einzel warum es ganz vorne steht: Sebbi, fokussiert wie ein Jäger zur Jagdsaison, biss sich gegen Torge Richter in die Partie und wendete einen 1:2-Satzrückstand in einen 3:2-Sieg um. Eher unerwartet aber verdient besiegte Jonas die Nr. 1 der Gäste, Manuel Lerch. Mit beachtlicher Sicherheit brachte er jeden Angriffsball auf die Platte. Andy, der mit 36 Jahren nun mannschaftsältester TTVler ist, wollte dem in nichts nachstehen und bezwang Liganeuling und Flipkönig Stephan Frey mit 3:2. Somit stand eine komfortable 5:1-Gesamtführung zu Buche; so viel zum dicken Anfang.
Da die Gäste nie aufsteckten wurde es wieder eng. Hakan, der als Stammspieler in der Ersten debütierte, zeigte gegen Linksklatsche Marco Wagenblatt, dass er im mittleren Paarkreuz mithalten kann und verlor nur knapp gegen den Routinier mit 2:3. In fast identischem Spielverlauf zog der nach Konstanz suchende Walde gegen Christoph Ackermann ebenfalls im Entscheidungssatz den Kürzeren. Es war ein offener Schlagaustausch der beiden mit dem besseren Ende für den Rollaufschläger. Dann stieg am Nebentisch Wiedereinsteiger Marius in die Box. Dieser entschied sich nach etlichen Jahren Wettkampferfahrung in der Westpfalz und einer anschließenden mehrjährigen Auszeit den Schläger dieses Jahr wieder in die Hand zu nehmen. Der Neu-Neustadter war an der Platte kaum zu bremsen. Sein Gegenüber, Martin Wagenblatt, der mit Marius´ vor Effet strotzenden Spins seine große Mühe hatte, blockte aber zunehmend stärker und konnte sogar einen hohen Rückstand aufholen. Auch dieses Spiel ging mit 2:3 an die Gäste. Zwischenstand 5:4.

Nach diesen Fünfsatzkrimis lag es an den heimischen Vorderleuten das Spiel wieder in die richtige Bahn zu lenken. Sowohl Sebbi, Jonas als auch Andy besiegten die ersten drei Vertreter aus Burrweiler. Leider gingen die im Anschluss folgenden drei Einzel an die Gäste, diesmal etwas deutlicher. Auf einmal stand es nur noch 8:7. Jetzt musste das Schlussdoppel entscheiden und Sebbi/Andy standen mit Lerch/Richter einem Top-Team gegenüber. Wie schon zu erwarten ging auch dieses Doppel über die volle Distanz von fünf Sätzen. Die Gäste gewannen den Entscheidungssatz nach hartem Kampf knapp und erreichten damit das 8:8-Unentschieden in der Gesamtwertung; unglücklich für unsere Herren aber auch verdient für die sympathischen Gäste.

Das Spiel hat gezeigt, dass nach der Wettkampfpause spielerisch einiges geht und dabei noch Luft nach oben bleibt. Wir sind gespannt auf das folgende Auswärtsspiel am kommenden Samstag in Oppau, mit einem hoffentlich noch dickeren Ende …

Sommergrüße aus Grenzau

Harter Spin / Weicher Flip

Neuer Belag / Neue Schuhe

Muskelkater / Körperspannung

Buttermakrele / Salatbouquet

Naturraler / Hazelnussschnaps

Ganzkörpermassage / Aufwärmtraining

 

Hört sich gegensätzlich an, lässt sich aber wunderbar vereinbaren…

Die TTV-Trainingsgruppe fühlt sich sichtlich wohl.

Andy P. – Vereinsmeistertitel sind für mich ok – Vereinsmeisterschaft 2018

Am 5.5.2018 fanden die Vereinsmeisterschaften des TTV Neustadt der Aktiven 2018 statt. Insgesamt nahmen 22 Spieler am Turnier teil und wurden in vier Vorrundengruppen unterteilt. Im Vorfeld war bereits klar, dass Abonnementsmeister Sebastian Rapp seinen Titel wird nicht verteidigen können, da er in der hellenischen Republik zu Gange war. In der Halle ging es aber auch griechisch zu, denn mit Dimi Papadopoulos, Marius Sappok und Sven Woidy nahmen drei Spieler erstmals an den Vereinsmeisterschaften des TTV teil – teils mit hellenischen Wurzeln.

Die Vorrundengruppe überstanden Hakan Tetik, Marius Sappok, Jonas Reichling und der spätere Titelträger Andreas Pichler jeweils als Gruppenerster und hatten dadurch in der KO-Runde erstmal ein Freilos. Die vier konnten sich dann aber auch im Viertelfinale jeweils durchsetzen und zeigten dann im Halbfinale zwei aufreibende Spiele. Topspin, Ballonabwehr, Schnittabwehr, Schuss oder auch mal ne Runde „schieben“. Es wurde alles abgerufen und beide Matches gingen über fünf Sätze, was nochmals die Leistungsdichte im Verein unterstreicht, die auch schon in der Vorrundengruppe in vielen Spielen ersichtlich war.
Ins Finale zogen schließlich Andreas und Jonas ein. Hier setzte sich Andreas mit 3:1 Sätzen durch und konnte seine Durststrecke in Bezug auf Vereinsmeister nach einigen Jahren beenden und den Pott, zur Freude der eigenen Kinder, mit nach Hause nehmen.

In der aus zugelosten Kombinationen bestehenden Doppelkonkurrenz setzte sich das Gespann Gerd Wüst und Daniel Schmidt durch. Gerd war wauch der Sieg in der Trostrunde, der nach der Vorrunde ausgeschiedenen Spieler, vergönnt.

Hier noch eine kleine Bildauslese und die Detailergebnisse des Turniers. Das Titelbild zeigt Gerd Wüst, Marius Sappok, Vereinsmeister Andreas Pichler und Daniel Schmidt.