Lehre des 1. Spieltages: Ein dicker Anfang hat oft ein noch dickeres Ende

TTV Neustadt 1 : TTV Burrweiler  8:8

Endlich durften die Herren des TTV wieder an die Platte. Die neuen Trikots saßen passgenau am gestählten Körper, der frische Belag klatschte wie in besten Frischklebezeiten und die Lust auf das Spiel war, ganz ohne Kuss, neu erwacht.
Da passte es wettkampftechnisch optimal, dass mit dem TTC Burrweiler eine Truppe zu Gast war, der es ähnlich zu ergehen schien.
Hochmotiviert starteten unsere Herren in die Doppel, die durch Siege von Sebbi/Andy und Hakan/Marius die 2:1-Führung brachten. Im Anschluss zeigte das erste Paarkreuz im Einzel warum es ganz vorne steht: Sebbi, fokussiert wie ein Jäger zur Jagdsaison, biss sich gegen Torge Richter in die Partie und wendete einen 1:2-Satzrückstand in einen 3:2-Sieg um. Eher unerwartet aber verdient besiegte Jonas die Nr. 1 der Gäste, Manuel Lerch. Mit beachtlicher Sicherheit brachte er jeden Angriffsball auf die Platte. Andy, der mit 36 Jahren nun mannschaftsältester TTVler ist, wollte dem in nichts nachstehen und bezwang Liganeuling und Flipkönig Stephan Frey mit 3:2. Somit stand eine komfortable 5:1-Gesamtführung zu Buche; so viel zum dicken Anfang.
Da die Gäste nie aufsteckten wurde es wieder eng. Hakan, der als Stammspieler in der Ersten debütierte, zeigte gegen Linksklatsche Marco Wagenblatt, dass er im mittleren Paarkreuz mithalten kann und verlor nur knapp gegen den Routinier mit 2:3. In fast identischem Spielverlauf zog der nach Konstanz suchende Walde gegen Christoph Ackermann ebenfalls im Entscheidungssatz den Kürzeren. Es war ein offener Schlagaustausch der beiden mit dem besseren Ende für den Rollaufschläger. Dann stieg am Nebentisch Wiedereinsteiger Marius in die Box. Dieser entschied sich nach etlichen Jahren Wettkampferfahrung in der Westpfalz und einer anschließenden mehrjährigen Auszeit den Schläger dieses Jahr wieder in die Hand zu nehmen. Der Neu-Neustadter war an der Platte kaum zu bremsen. Sein Gegenüber, Martin Wagenblatt, der mit Marius´ vor Effet strotzenden Spins seine große Mühe hatte, blockte aber zunehmend stärker und konnte sogar einen hohen Rückstand aufholen. Auch dieses Spiel ging mit 2:3 an die Gäste. Zwischenstand 5:4.

Nach diesen Fünfsatzkrimis lag es an den heimischen Vorderleuten das Spiel wieder in die richtige Bahn zu lenken. Sowohl Sebbi, Jonas als auch Andy besiegten die ersten drei Vertreter aus Burrweiler. Leider gingen die im Anschluss folgenden drei Einzel an die Gäste, diesmal etwas deutlicher. Auf einmal stand es nur noch 8:7. Jetzt musste das Schlussdoppel entscheiden und Sebbi/Andy standen mit Lerch/Richter einem Top-Team gegenüber. Wie schon zu erwarten ging auch dieses Doppel über die volle Distanz von fünf Sätzen. Die Gäste gewannen den Entscheidungssatz nach hartem Kampf knapp und erreichten damit das 8:8-Unentschieden in der Gesamtwertung; unglücklich für unsere Herren aber auch verdient für die sympathischen Gäste.

Das Spiel hat gezeigt, dass nach der Wettkampfpause spielerisch einiges geht und dabei noch Luft nach oben bleibt. Wir sind gespannt auf das folgende Auswärtsspiel am kommenden Samstag in Oppau, mit einem hoffentlich noch dickeren Ende …

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