Lehre des 17. und 18. Spieltages: „Einfach mal ´ne Auszeit nehmen.“

TTV Neustadt : TTC Herxheim 9:6

TTV Neustadt : TTV Mutterstadt 9:0

Unfreiwilliger Weise durfte sich unsere Erste am vergangenen Sonntag eine Auszeit gönnen, da das gegnerische Team aus Mutterstadt aufgrund von Krankheitsfällen nicht antreten wollte. Das Spiel wird somit kampflos mit 9:0 für den TTV gewertet.
Am Spieltag zuvor (vergangenen Dienstag) wurde allerdings richtig Sport betrieben, und dabei waren starke Nerven gefordert. Der TTC Herxheim hatte sich zur Rückrunde personell verstärkt und seitdem noch kein Spiel verloren. Da nach einer möglichen Niederlage für unser Team der direkte Verfolger aus Frankenthal bis auf einen Punkt drohend heranrücken könnte, war dies ein Schlüsselspiel im laufenden Aufstiegskampf.
Schon in der Vorrunde nahm das Spiel einen knappen Verlauf und so wurde es auch diesmal wieder eine verdammt enge Kiste. Sebbi und Andy starteten ihr Doppel gegen Lars Kynast/Thomas Vögeli in gewohnter Sicherheit mit einem ordentlichen 3:0. Am Nebentisch hatten Jonas und Walde mit dem Duo Alexander Leneweit/Jürgen Speth aufgrund deren druckvollen Spiels ihre liebe Mühe und zogen mit 1:3 den Kürzeren. Auch Marius und Hakan kamen gegen Rouven Christmann/Marco Ehmer nicht richtig aus den Startlöchern und verloren ebenfalls mit 1:3.
Kein glücklicher Beginn für die jungen Neustadter, es mussten also die Einzel richten. Mehr als ausreichend Spannung bot die Partie Sebbi vs. Speth. Der herxheimer Linkshänder hatte Sebbi gut im Griff, führte schon mit 2:0-Sätzen ehe Neustadts Nr. 1 den schon dampfenden Spieß drehte. Mit verstärkter Offensive schaffte der den 2:2-Satzausgleich. Im folgenden Entscheidungssatz wendete Speth den Spieß ein weiteres Mal und fightete sich zur 5:1-Punkteführung. Zeit für eine Auszeit, dachten sich die TTVler und lagen damit richtig. Sebbi mobilisierte alle Kräfte, holte Punkt für Punkt und gewann die Partie doch noch mit 11:8 Punkten.
In der benachbarten Box fand die Partie Jonas vs. Leneweit statt. Wie schon in der Vorrunde kam der herxheimer Spitzenmann mit Jonas‘ Sicherheitsbällen nicht zurecht. Immer wieder blockte er die südpfälzischen Topspeed-Spins zurück und siegte mit 3:1 Sätzen.
Anschließend trafen sich Andy und Christmann zum alljährlichen „Beißer-Duell“. Im Gegensatz zum Hinspiel präsentierte sich der Herxheimer in guter Form mit neuem Schnittbelag und verlangte Andy alles ab. Doch der blieb auf Augenhöhe und kämpfte sich zum 3:1-Erfolg. Zeitgleich kam Marius mit dem Kynast-Spiel nicht zurecht. Zu selten konnte er seine gefürchteten Drallspins einsetzen und zu brachial schaffte es sein Gegenüber die Rückhandpeitsche durchzuziehen. 3:1 für Kynast.
Im hinteren Paarkreuz kam es zu den Duellen Hakan vs. Ehmer, sowie Walde vs. Vögeli. Während Hakan mit schwerem Arm gegen seinen spritzigen Gegner agierte, schaffte es Walde kontrolliert und hellwach zu Werke zu gehen. Folglich verlor ersterer mit 1:3, letzterer behielt mit 3:0 die Oberhand. Gesamtzwischenstand nach der ersten Spielhälfte also 5:4 für den TTV Neustadt.

In der zweiten Spielhälfte erspielten sich die Neustadter einige Vorteile und das hatte seine Gründe. Erstens: Konsequenz. Wenn taktische Maßnahmen greifen, sollte man dabei bleiben. Sebbi befolgte dies in Form von effetreichen Spins gegen Leneweit und siegte mit 3:0. Zweitens: Auszeiten. Auch Hakan schaffte es, ähnlich der ersten Partie von Sebbi, einen vermeintliche aussichtslosen Rückstand noch zu drehen. Nach 2:6 Punkten im Entscheidungssatz gegen Vögeli entschied er sich zum Time-Out um sich selbst zu sammeln und den Lauf des angriffslustigen Gegners zu unterbrechen. Es glückte und der Satz ging mit 11:8 an Hakan. Drittens: Rückschläge abhaken. Nach Niederlagen von Jonas gegen Speth („ein knappes Ding“) und Marius („nicht mein Tag“) gegen Christmann ließ sich die TTV-Truppe nicht einschüchtern sondern lieferte die passende Antwort. Andy bezwang Kynast in drei Sätzen und auch Walde setzte seine Erfolgsserie fort (3:1 gegen Ehmer). Damit siegte unsere Erste mit 9:6.

Es fehlt nun noch ein Sieg aus zwei Spielen zum direkten Aufstieg und einer verdienten Auszeit.

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