Spieltag 9: Knapp daneben ist auch vorbei

TTV Neustadt  : TV Colgenstein  7:9

Das war knapp, am Ende fehlte nur ein Punkt zum Unentschieden und zur nächsten Überraschung in der 1. Pfalzliga. Aufstiegsfavorit Colgenstein rückte an, insbesondere auf den ersten vier Positionen waren die Gäste bisher in der Liga fast ungeschlagen. Dementsprechend war das Ziel, in den Doppeln zu punkten, im hinteren Paarkreuz alles abzuräumen und vorne bzw. in der Mitte ein paar Punkte zu klauen.

Ziel 1 konnte erreicht werden, fast sogar mit bestmöglichem Ergebnis. Christian und Andy rissen ein Super-Doppel ab. Mittlerweile mutieren die beiden Kampfschweine zu Wiederholungstätern. Phasenweise wie im Rausch schlugen sie Spitzendoppel Häusler/Gailing mit 3:1. Auch ein 2:8-Rückstand im vierten Satz ließ sie nicht aus der Ruhe bringen und den Satz noch mit 9 Punkten in Folge mit 11:8 zu sichern. Zeitgleich lieferten Sebbi und Oli dem Duo Eichholdtz/Stumpf ebenfalls eine aufreibende Partie. Nach 0:2-Satzführung kämpften sie sich gegen das routinierte Gästedoppel famos zum Satzausgleich, waren im fünften sogar in Führung um dann noch knapp mit 2:3 zu verlieren. In der dritten Doppelbegegnung zeigten Jürgen und Walde eine abgeklärte Leistung und ließen Johann/Schmitt keine Chance. Gute Services und solide Topspins führten zur 3:0-Satzerfolg für die TTVler.

Ziel 2 wurde ebenfalls erreicht: Walde und Andy holten im hinteren Paarkreuz alle 4 Einzel nach Hause. Sowohl gegen Tobias Johann, als auch Michael Schmitt gewannen sie alle Einzel mit 3:0. Leistungstechnisch kamen die Gäste nicht an das Niveau ihrer Vorderläute ran und die Neustadter spielten mit Ruhe, Kopf und großer Sicherheit.

Ziel 3 wurde leider nur teilweise erreicht: Lediglich Jürgen, als ein Spieler der ersten vier Positionen auf Neustadter Seite gelang es, einen Punkt in den Einzeln zu ergattern. Und das mit Bravour. Auf bestem Wege der Genesung zeigte er sich wieder sehr beweglich am Tisch und parierte die harten Topspins von Thorsten Stumpf ein ums andere Male mit reaktionsschnellen Gegenschlägen. 3:1 hieß es am Ende für den Neustadter. Gegen Dirk Eichholdtz sicheres Topspinspiel musste er allerdings mit 1:3-Sätzen die Segel streichen.

Sebbi, Christian und Oli waren an diesem Abend leider keine Siege vergönnt, auch wenn sie zum Teil haarscharf dran waren. Neustadts Nr.1 Sebbi hatte gegen Sebastian Gailing beim 0:3 wenig Chancen, zu sicher spielte der Colgensteiner. Aber gegen Mattes Häusler kämpfte er sich in den Entscheidungssatz. Beide Spieler zeigten Wahnsinnsballwechsel. Hohes Tempo, lange Rallies, harte Schüsse – alles war dabei. Am Ende unterstrich Häusler seine Klasse und holte das Spiel mit 3:2 nach Colgenstein.

Derweil bot Christian seinem Kontrahenten Häusler anfänglich ordentlich Paroli, hatte dessen harten Bällen am Ende jedoch nichts entgegenzusetzen (0:3 in Sätzen). Aber gegen Gailing brannte er wieder lichterloh. Abwehr aus gefühlt 5 Metern hinter der Platte mit folgenden Angriffsbällen machten dem Gegenüber ordentlich zu schaffen. Nach der 2:0-Satzführung für den TTVler zeigte sich Gailing aber konditionell stärker und drehte das Spiel noch zum 3:2 für sein Team.  Oli hatte gegen Eichholdtz ebenfalls hart zu kämpfen und in sein Spiel zu finden. Der Colgensteiner steigerte sich zunehmend und sicherte sich den 3:1-Satzsieg. Gegen Stumpf spielte Oli zu Beginn stark auf und setzte diesen gut unter Druck. Die erkämpfte 2:0-Satzführung fing aber an zu schmelzen nachdem Stumpf nicht locker ließ. So ging das Spiel noch mit 3:2 an die Gäste.

Am Ende blieb nur noch das Schlussdoppel. Sebbi und Oli gaben sich kämpferisch, das Colgenstein-Duo kam aber besser aus der Box, spielte druckvoll und machte kaum Fehler. Ein sicheres 3:0 für die Gäste war die Folge. Damit war die 7:9-Niederlage besiegelt. Gegen den Aufstiegsaspiranten hat unsere Erste ein gutes Spiel mit ansehnlichem Tischtennis geboten. Knappe Niederlagen schmerzen natürlich immer ein wenig – auch gegen vermeintlich stärkere Gegner. Aber das Spiel geht weiter. Nächste Woche geht es nach Duttweiler, und dann heißt es wieder kämpfen und Spaß haben.

Spieltag 8: Abfuhr in Burr´

TTC Burrweiler : TTV Neustadt  9:3

Ein weiteres herausforderndes Auswärtsspiel stand für die Männer unserer Ersten am vergangenen Samstag an. Die Gastgeber aus Burrweiler kamen in voller Stärke und mit dem Druck, sich aus dem Tabellenkeller rauszukämpfen. Etwas angeschlagen wollten die TTVler aber ordentlich dagegenhalten.

Schon in den Doppeln ging es äußert heiß zur Sache. Jeder Ball war hart umkämpft, taktische Finessen wurden forciert („du reißt an und ich batsch druff“) und Schwächen des Gegners wurden sentinelmäßig ausfindig gemacht („Spiel ihm uff de Ranze“. Die Burrer Männer machten ihr Sache sehr gut und konnten alle knappen Spiele für sich gewinnen. Sowohl Sebbi und Oli (2:3 gegen Lischer/Speth) als auch Jürgen und Gerd (2:3 gegen Gärtner/Ackermann) verloren im Entscheidungssatz. Auch Christian und Andy konnten das gut eingespielte Duett Lerch/Richter nicht bezwingen (1:3 in Sätzen). So stand es nach den Doppeln direkt 0:3 in Sätzen, alles andere als ein Traumstart für den TTV.

Die Einzel sollten es nun richten. Christian duellierte sich mit Manu Lerch. Ein kraftvolles Spiel von beiden, Christian mit treffsicherer Rückhand und Manu mit hoher Ballsicherheit. Auch dieses Spiel ging nach etlichen Führungswechseln mit 3:2 an die Hausherren. Am Nebentisch versuchte Sebbi, trotz der Einschränkungen, alles aus sich rauszuholen. Alex Lischer spielte an diesem Abend aber zu druckvoll und siegte verdient mit 3:0. Die Luft wurde punktemäßig immer dünner.

Um noch einmal Hoffnung aufkeimen zu lassen, stiegen nun Oli und Jürgen in die Boxen. Und beide zeigten prompt eine hervorragende Leistung. Oli ließ Jürgen Speth mit sicherem Pressing-Spiel nicht in Fahrt kommen und zog dessen gefürchtete Linksdrallspins einfach dagegen. 3:0 für den Neustadter. Auch Jürgen schaffte es, sein Gegenüber nicht in das gewohnte Spiel kommen zu lassen. Taktisch klug und mit Übersicht, ließ er Torge Richters gefährliches Materialspiel nicht zur Entfaltung kommen und siegte ebenfalls glatt mit 3:0-Sätzen.

Ebenfalls in toller Form zeigt sich wieder „Geheimwaffe“ Gerd gegen Robin Gärtner. In beeindruckender Manier blockte er die Spins von Burrweilerer Seite immer wieder zurück auf den Tisch. Die folgende einschlagende Vorhand des TTVlers erledigte dann den Rest. Gerd holte den Punkt mit 3:1 Sätzen nach Neustadt. Währenddessen versuchte Andy es Gerd gleich zu tun, hatte gegen Christoph Ackermann aber Probleme in sein Spiel zu finden. Dieser zeigte sich in guter Form und behielt auch bei knappem Spielstand die Nerven. 3:1 in Sätzen für den Gastgeber. Damit stand es im Zwischenstand 3:6 aus Sicht unserer Mannen.

Trotz Rückstand wollte sich keiner aufgeben und so ging es in die zweite Runde. Auch hier ging es wieder denkbar knapp zu. Sebbi verlor gegen Manu Lerch zwar mit 1:3, war aber immer am Drücker und verlor zwei Sätze in der Verlängerung. Im Match von Christian gegen Alex Lischer verlief es noch mal knapper. Der Neustadter haderte noch nach dem Spiel mit einem vergebenen Matchball. Ein Sieg wäre drin gewesen, aber so sollte es an diesem Abend nicht laufen (2:3 in Sätzen). Nachdem Jürgen ebenfalls mit 1:3-Sätzen den Kürzeren zog – Jürgen Speth schaltete einer Gang höher – war die Gesamtniederlage mit 3:9 besiegelt. Ein bäriger Endspurt von Burrweiler, musste auch unsere Erste anerkennen.

Nach dem Spiel gab es Fleeschknepp mit Meerredischsoß` – ein großer Dank diesbezüglich an Vereinspapa Hans. Sehr gemütlich und kameradschaftlich genossen beide Teams das verdiente Mahl und kramten in der Erinnerungskiste gemeinsamer Erlebnisse am Tisch. Auch essenstechnisch behielt Burrweiler an diesem Abend die Oberhand: 22:12 Fleeschknepp-Verzehr war die Bilanz (herausragend Alex mit 11 Stück). Es ist schon eine tolle Sache, in einer solch starken Liga mit netten Menschen an und neben dem Tisch Zeit verbringen zu können. Ob Sieg oder Niederlage: Wir lieben diesen Sport 😊

Spieltag 7: Unverhofft kommt immer öfter

TTC Kreimbach-Kaulbach : TTV “Wundertüte“ Neustadt  4:9

Sie haben es schon wieder getan: Entgegen jeglichen Erwartungen, ohne Glaube an die Quote der Buchmacher und wider jeglichem Verletzungspech holt unsere Erste einen überraschenden Auswärtssieg. Unbeeindruckt von der vergangenen Niederlage in Mörsbach reisten die TTVler wieder in die Westpfalz – mit ordentlich Respekt im Kofferraum, denn die Kreimbach-Kaulbacher (in der Folge des Berichtes kurz „KKler“) sind stark in die Liga gestartet und verfügen über junge Spieler mit ordentlich Offensivdrang.

Die zu Beginn startenden Doppel bestätigten die wiederaufkeimende Doppelstärke der Neustadter. Sebbi und Oli liefen über die volle Distanz gegen Linn/Keil, M. und siegten mit konzentriertem Endspurt nach einer taktischen Auszeit mit 3:2. Das wie Phoenix aus der Asche entstiegene Kampfsau-Duo Christian/Andy P. rang mit einem nervenaufreibenden Fünfsatzkrimi gegen Keil/Keil wieder mal ein Top-Doppel nieder. Gerd und Andi R. hielten gegen Göddel/Schreiber gut mit, mussten das Spiel aber mit 1:3-Sätzen abgeben.

Heiß auf mehr bereiteten sich die TTV-Fighter rund um Kapitän Sebbi auf die Einzel vor. Als erster stieg Christian gegen Niklas Keil in den Ring. Der KK-Frontmann spielte sich nach einem hart umkämpften ersten Satz in einen wahren Rausch, zog harte Spins und machte kaum leichte Fehler. Mit einem 3:0-Sieg holte er den ersten Einzel-Punkt für die Gäste. Gespannt wurde auch der Auftritt unserer Number One Sebbi erwartet, hatte er doch in den letzten Spielen noch nicht die alte Stärke wiedererlangt. Doch zur rechten Zeit fand er gegen Lukas Keil sein begnadetes Händchen wieder und ließ beim 3:0-Sieg nichts anbrennen. Gefühlvollen Rück- und Vorhandtops folgten unnachahmlich brutalen Schüsse. The Demolisher ist back…

Im mittleren Paarkreuz duellierte sich Andy P. mit Fabian Linn. „Wie war es gegen dein spielerisches Pendant zu spielen?“ fragte Gerd mit einem Augenzwinkern, denn wie der Neustadter, so liebt es auch der bewegliche KKler, die Bälle aus dem OFF zu fischen. Die Partie ging mit 3:1 an den TTV, auch dank gutem Auf-/Rückschlagspiel. Am Nebentisch gab es ein ähnliches Duell auf Augenhöhe. Oli und Robin Göddel schenkten sich bei wechselndem Schmetter- und Ballonabwehrspiel nichts. Die KK-Vorhand-Maschine setzte jedoch immer wieder harte Treffer und siegte mit 3:1.

Es folgten die Matches des hinteren Paarkreuzes. Andi R. hatte es erneut mit Noppen zu tun, diesmal mit denen von Marcus Keil. Trotz hartem Kampf (die Leistungskurve geht nach oben) und wirksamem Konter-Schussspiel ging das Match an den Hausherren. Dieser Niederlage wollte Gerd einen Sieg entgegensetzen und legte sich gegen Johann Schreiber mächtig ins Zeug. Der KKler, bestückt mit geometrisch auffälligem Schlägerholz, stellte sich sehr gut auf Gerds Spiel ein und landetet immer wieder harte Treffer. Doch das Neustadter Kampfbiest bestätigte seine aktuell blendende Form (liegt es am Cola-Bier?) und rang sein Gegenüber mit 3:2 nieder.

Der Zwischenstand nach dem ersten Durchgang zeigte ein knappes 5:4 für Neustadt an. Wie schon gegen Mutterstadt gelang es dann der Neustadter Wundertüte ein kleines spielerische Feuerwerk abzubrennen. Im Topspiel der beiden Mannschaftsersten Sebbi und Niklas Keil war wirklich alles geboten. Wahnsinnige Topspinduelle und reaktionsschnelle Blockballstafetten rissen die Zuschauenden von den Sitzen. Niklas zeigte immer wieder schnelle Kombinationen blitzsauberer Topspinbälle, während Sebbi mit viel Spin agierte. In der stärksten Phase von Sebbi dann der Schreck: Er stürzte und verletzte sich am Fuß. Doch der Capitano zeigte aus welchem Holz er geschnitzt ist (und jetzt aufpassen ihr Warmduscher) und beendete die Partie – und das auch noch siegreich. Nicht zu fassen. Turbulent ging es weiter, denn Tornado Christian (oder ist er doch ein Mensch?) fegte durch die Box. Gegen Lukas Keil war ihm keine Weg zu weit, kein Ball zu kurz um ihn majestätisch mit Spinstärke 8  anzuziehen. Nach erstem verlorenem Satz gönnte er sich der TTVler keine Pause und wirbelte zum umjubelten 3:1-Satzsieg. Stark!

Im Anschluss hatten Oli und Andy nun die nicht für möglich gehaltene Chance den Sack zum Gesamterfolg zuzumachen. Und beiden gelang es, die eigenen Stärken auszuspielen. Pokerface Oli – ein Mann, der keinen Satz verloren gibt – schaffte es wieder mal nach großem Rückstand ins Spiel zu finden. Dank taktischer Umstellung besiegte er Fabian Linn mit 3:1 nach großartiger Leistung. Nebenan bemühte sich Andy, Robin Göddels Topspeed-Spins zu meiden und selbst in den Angriff zu gelangen. Mit Einschalten des Extra-Turbos (Sebbis Traubenzucker) ließ er sich nicht mehr bremsen und siegte mit 3:0

Ein weiterer verrückter Sieg stand nun mit 9:4 zu Buche, auch wieder Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Das anschließend gesellige Beisammensein mit den sympathischen KKlern (danke für die Wurst!), die trotz Niederlage bei ihrer guten Laune und entspannten Art blieben, war ein schöner Ausklang für das Spiel. Respekt Jungs, davon können sich einige was abschauen. Wir freuen uns auf die weiteren Spiele. Was passiert weiß keiner. Überraschungen nicht ausgeschlossen. Die Wetten können ab nun angenommen werden.

Spieltag 6: Durchblick bewahren

SV Mörsbach : TTV Neustadt  9:7

Nach dem überraschenden Sieg in Mutterstadt hieß das Ziel für unsere Erste diesmal Mörsbach. Nicht nur die Fahrt an den Rand der pfälzischen Grenze verlangte den TTVlern alles ab, sondern auch das Spiel gegen stark motivierte Mörsbacher. Nach dem unglücklichen Ausfall von Jürgen war klar, dass das Spiel gegen den Tabellenletzten eine mehr als ordentliche Herausforderung werden würde.  Gut eingedeckt mit schicken T-Shirts aus dem naheliegenden Outletcenter und eingestimmt durch ein selbstverfasstes Motivationsgedicht unseres Mannschaftspoeten Christian ging es ans Werk.

„Wir verpassen im Anschluss keine Feier,

knappe Siege verleihen uns die dicksten …… Schwammstärken,

dieses mal lädt Sebbi ein ins Tal,

mit dem Sieg im Rücken wird die Fahrt nicht zur Qual.“ (frei nach C.K.)

Und so ging es dann konzentriert auf das Wesentliche in die Doppelbegegnungen. Die Neustadter, fest entschlossen ihre Doppelstärke auszubauen, kamen gleich gut in Fahrt. Sebbi und Oli schafften ein 3:0-Satzsieg gegen Krauss/Krenn und auch das Grundlinien-Duo Christian/Andy P. erkämpfte einen Punkt gegen das starke Spitzendoppel Klicker/Leitheisser (3:2 Sätze). Mit einer 3:0-Niederlage von Walde und Andi R. gegen Ruffing/Conrad erspielten sich die Hausherren den Anschluss. Damit stand es 2:1 nach Spielen und es ging munter weiter mit den Einzelbegegnungen.

Uli Klicker ließ gleich zu Beginn spielerisch durchsickern, dass er an diesem Abend nur schwer zu schlagen sein würde. Mit seinem Antispin-Belag erzeugte er gefährlichen Schnittwechsel, um dann bei jeder Gelegenheit mit der Vorhand gegenzuschießen. Christian lieferte ihm ein großes Duell, fischte einige Schüsse aus der Ballonabwehr zurück, musste aber mit 2:3 knappen Sätzen passen. Währenddessen besiegte Sebbi sein Gegenüber Jörg Krauss mit immer sicher werdendem Topspinspiel.

Das mittlere Paarkreuz wollte nun nachziehen. Andy P. bekam es mit Uwe „Frontzeck“ Leitheisser zu tun. Der TTVler konnte dessen Noppen ordentlich entschärfen und ließ scharfe Topspins folgen (3:0 Sätze). Am Nebentisch strapazierte Oli die Nerven der Zuschauer, indem er sagenhafte 4 Matchbälle in Folge abwehrte um das Spiel danach mit 3:2 Sätzen und immer besser werdendem Spiel für sich zu entscheiden … Wahnsinn!

Das hintere Paarkreuz hatte ebenfalls stark zu kämpfen. Andi R. bekam Thomas Krenns Topspin-Stafetten nicht immer unter Kontrolle und musste mit 0:3-Sätzen passen. Walde hatte viel Mühe mit Josef Conrads Noppenspiel und das Glück an diesem Abend nicht auf seiner Seite. Mit 3:1-Sätzen siegte der Mörsbacher. Zwischenstand 5:4 für Neustadt.

Nun kam die zweite Runde. Im Gegensatz zum Mutterstadtspiel schafften es unsere TTVler diesmal nicht davonzuziehen. Grund dafür war die zunehmende Spielstärke der Hausherren. Die Mörsbacher zeigten nicht nur Kampfstärke, sondern auch hohe spielerische Qualität. Allen voran Uli Klicker, der erstaunlich sicher abwehrte und fantastische Angriffsbälle auf die Platte zauberte. Lediglich Christian, mit äußerster Willensstärke gesegnet, und der clever servierende Walde, konnten jeweils noch einen Punkt für die Gäste holen. Und so kam es wie es kommen musste: Das Schlussdoppel entschied. Sebbi und Oli versuchten die letzten Kräfte zu mobilisieren, mussten sich aber Klicker/Leitheisser mit 1:3 beugen.

Endspielstand 9:7 für Mörsbach. Bitter für die sich aufopfernden Neustadter, aber durchaus verdient. Die Mörsbacher spielten an diesem Abend in der Summe einfach einen Tick besser. Durch diese Niederlage verpassten es die TTVler, sich in der Tabelle ein wenig vom Keller abzusetzen. Trotzdem ist die Ausgangslage nicht allzu schlecht. Mit Tabellenplatz 8 stehen noch 4 weitere Mannschaften hinter Neustadt. Die Dichte der mannschaftlichen Stärke ist dieses Jahr in der 1. Pfalzliga sehr hoch, sprich: fast jeder kann jeden schlagen. Das verspricht Spannung bis zum Schluss. Wie jeden Abend ist das Nachspiel für die Neustadter eine mehr als erfreuliche Sache und hebt die Stimmung. Wenn der Capitano zur Einweihung des neuen Partykellers lädt, bleibt kein Magen ungefüllt und keine Kehle trocken. Der Ausblick auf das Kommende bleibt somit ungetrübt positiv.

„woa tschu wokee.“ (Ausruf frei nach W. F.)

Spieltag 5: Verrückter Auswärtssieg

TTV Mutterstadt : TTV Neustadt   6:9

Etwas ungläubig lagen sich die Spieler unserer Ersten Mannschaft am gestrigen Abend in den Armen. Auswärtssieg! Gegen den stark aufgestellten TTV Mutterstadt war das nicht unbedingt zu erwarten, zumal Neustadt nicht komplett antreten konnte. Auch die Art des Spielverlaufes war ungewöhnlich. Nach dem ersten Durchgang, in dem die TTVler zwei Doppel und zwei Einzel gewinnen konnten, stand es zwischenzeitlich 5:4 für die Gastgeber – soweit noch nicht untypisch. Etliche Fünfsatzmatches und hart umkämpfte Partien waren bis dahin bestritten. Gefühlstechnisch hatten unsere Männer bis dahin das Gefühl, gut mithalten zu können, dass am Ende jedoch der letzte Kick fehlte. Doch es sollte ganz anders kommen. Im Anschluss gaben die Neustadter nur noch ein Einzel ab, um dann erstaunliche 5 Einzelsiege in Folge einzufahren, und das jeweils mit 3:0 Sätzen. Die Partie endete fulminant mit 9:6 für unsere Erste – verrückt!

Hier unsere Spieler im Check: Sebbi „The Daddy“ Rapp hatte mit Sascha Gemar und Lienhard Scholz zwei Spieler der Extraklasse als Gegner. In den Einzeln zeigte er gegen beide fantastische Ballwechsel und agierte auf Augenhöhe. Ein Satzgewinn war ihm trotzdem nicht vergönnt, die Mutterstädter waren an dem Abend einen Tick zwingender und gewannen jeweils mit 3:0.  Sebbi punktete allerdings im Doppel an der Seite von Oli gegen Ludwig/Fatemi Moghaddam.

Jürgen „Mentalmonster“ Felkl hatte es ebenfalls mit den beiden Spitzenspielern der Gastgeber zu tun. In einer spielstarken Partie gegen Gemar schaffte es der Neu-Neustadter lediglich nicht, sich mit dem ein oder anderen Satzgewinn zu belohnen. Mit ein wenig mehr Fortune hätte es hier schon die erste Überraschung geben können. Dies holte Jürgen dann aber in der Begegnung gegen Scholz nach. Durch giftige Services und clever platzierte Rückschlägen ließ er sein Gegenüber nicht zum Zug kommen. Mit einem klaren 3:0 kehrte Jürgen in die jubelnde Mannschaftsbox zurück. Im Doppel musste er sich an der Seite von Walde nur knapp dem Duo Gemar/Scholz mit 2:3 Sätzen geschlagen geben.

Oli „The Brain“ Triemer spielte an diesem Abend hochkonzentriert und siegeshungrig. Harald Schmitz konnte ihm mit seinem unbequemen Blockspiel noch Paroli bieten (3:0 in Sätzen), gegen Rolf Ludwig fand Oli jedoch das richtige Spielrezept. Die Triemersche Rückhand war an diesem Abend gut gestählt und peitschte die drallreichen Spins des Gegners gnadenlos zurück. Die Folge war ein verdienter Dreisatzsieg.

Andy „Keksspender“ Pichler knüpfte an die gute Form der letzten Spiele an und rang sowohl Schmitz (3:0), als auch Ludwig (3:2) nieder. Die gut geölte Topspinmaschinerie lief an diesem Abend äußert zuverlässig. Auch im Doppel konnte er an der Seite von Gerd einen 3:2-Erfolg gegen Schmitz/Schulz verbuchen.

Walde „3:0“ Fromm zeigte spielerisch stark aufsteigende Tendenzen. Schon gegen das sichere Abwehrspiel von Olena Fatemi Moghaddam kämpfte der Neustadter bis zum Letzten und unterlag nur knapp mit 2:3.  Gegen Frank Schulz war es dann so weit: Walde konnte seinen erste Einzelsieg in der laufenden Runde verbuchen. Mit solidem und sicherem Topspinspiel gewann er mit 3:0 Sätzen. So kann es weitergehen.

Gerd „The Rocket“ Wüst war an diesem Abend ein mitentscheidender Faktor für den Auswärtssieg. Er besiegte sowohl Schulz (3:1), als auch Fatemi Moghaddam (3:0). Jederzeit fokussiert, kämpferisch und spielsicher rockte er seine Einzel- und Doppelpartien. Mit einer gefährlichen Kombination aus gut platzierten Noppenbällen und harten Vorhandschüssen ließ Gerd nichts anbrennen.

Obwohl jeder TTVler mit seiner Einzelleistung zum Sieg beigetragen hatte, war das 9:6 in Mutterstadt vor allem Folge der mannschaftlichen Geschlossenheit. Was sich wie eine abgedroschene Sportberichts-Phrase liest, bewahrheitete sich an diesem Abend und fühlte sich extrem unabgedroschen an. Der erzeugte Flow auf Neustadter Seite war nur möglich, weil sich alle jederzeit gegenseitig coachten und anfeuerten. Die Stimmung im Team passt einfach, zudem zeigt die spielerische Leistungskurve nach oben. Auch die nach der Partie folgende Feier bis in die Morgenstunden hatte Pfalzliganiveau. Mit diesen Voraussetzungen wird bestimmt noch die eine oder andere Überraschung folgen 😉.

Spieltag 4: Niederlage mit gutem Feeling

TTC Oppau : TTV Neustadt  9:5

Unsere Erste scheint nun tatsächlich in der Liga angekommen zu sein. Warum diese Aussage nach der Niederlage gegen Oppau? Es ist das Feeling, und das Unübersehbare …

Das spielerische Niveau an diesem Abend kann als sehr hoch bewertet werden. Was die Spieler beider Mannschaften an Ballwechseln boten, war durchaus sehenswert. Lange Ralleys, bei denen sich schweißtreibende Ballonabwehr mit weichen Stopbällen abwechselte, knallharte Topspins, die mit scharfen Gegenspins gesprengt wurden und schier endlose Blockstaffeten, welche den Gegner zum Hyperventilieren brachten. Das ist der Pfalzliga-Stoff, den wir für diese Saison brauchen.

Gar nicht auszudenken, was an diesem Abend möglich gewesen wäre, wenn die Neustädter hätten komplett antreten können. Doch auch ohne unsere Stammspieler Sebbi und Walde zeigte sich die Erste konkurrenzfähig. Gegen die in dieser Saison favorisierten Oppauer schnupperten die Neustadter schon in den Doppelbegegnungen an einer Überraschung. Oli und Andy, sowie auch Christian und Jürgen gaben ihr Spiel nur knapp im Entscheidungssatz ab. Auch Gerd und Nico, die ein gutes Spiel machten, konnten einen Satz gewinnen. Es zeichnete sich schon ab, dass die Oppauer – punktemäßig alle stärker als unsere Erste – an diesem Abend hart zu kämpfen haben sollten.

So folgte, nach Jürgens spielerisch ansehnlicher Niederlage gegen Dauerbrenner Oliver Baier, eine kleine Aufholjagd durch die folgenden Einzel. Christian bekam Heiko Kraushaars gefährliche Ballonabwehr gut in den Griff und siegte imposant glatt in drei Sätzen. Danach trainierte Andy seine Lunge gegen Blockmaschine Markus Zeitz mittels langer Ballwechsel und atemraubenden Topspinvariationen. Er schaffte ein 3:2 gegen den oppauer Routinier. Am Nebentisch kam Oli gegen Marco Buchert so richtig in Fahrt. In diesem Fünfsatzkrimi bewies der Neustadter Nerven und zog mutig Bucherts Speedspins gegen. Die Folge war ebenfalls ein knapper 3:2-Erfolg. Nun stand es insgesamt nur noch 4:3 für die Hausherren.

Nico und Gerd gaben alles und ließen im Anschluss die Noppen glühen. Andreas Czech musste zwar einige Schüsse von Nico einstecken, war in der Summe aber zu sicher und holte das Spiel mit 3:0 für Oppau. Bei Gerd sah es gegen Stefan Sattel auch erst nach einer Niederlage aus, dann packte ihn aber der Flow und mutig ging er in die Offensive. 3:2 für den fightenden Neustadter. Zwischenstand 4:5. Das war vor dem Spiel nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Die steigende Spannung war förmlich spürbar. Jeder Ball war hart umkämpft und wurde bejubelt. Emsiges Coaching und kalorienreiche Versorgung in den Spielpausen steigerte die Qualität des Spiels jedes einzelnen TTVlers. Schön zu erleben, dass auch starke Aktionen von Gegenspielern beiderseits anerkennend beklatscht wurden – so macht Tischtennis Spaß.

Doch zurück zum Spiel. Dort zeigte Oppau, wie viel Jahre Erfahrung in ihrem Spielerkader steckt. Baier bestach gegen Christian durch seine hohe Sicherheit (3:0 in Sätzen), und auch Kraushaar zwang Jürgen immer wieder zu kraftraubenden Ballwechseln (3:1 in Sätzen). Beide Spiele ginge an die Hausherren. In der Folge machte sich Oli zur Aufgabe, das Ruder wieder rumzureißen und forderte Zeitz zum Duell. Nach starkem Beginn durch Neustadts Vorhand-Flipmeister, gelang es dem Oppauer recht glücklich wieder in die Spur zu finden, so dass auch dieses Match mit 3:1-Sätzen an die Gastgeber ging. Ein letztes Aufbäumen durch Andy, der einen guten Abend erwischt hatte und Buchert mit 3:2 niederrang. Am Nebentisch hatte Czech bereits gegen Gerd mit 3:0 gewonnen, so dass Oppau insgesamt mit 9:5 Spielen als Sieger feststand. Liest sich schnell, war aber hart umkämpft und im Verlauf der einzelnen Begegnungen sehr knapp.

„Da war ein wenig mehr drin“ waren sich die TTVler beim anschließenden Abendessen und Diskobesuch einig. Aber in der Summe überwog das gute Feeling: wir sind mittendrin und heiß auf mehr.

Danke wieder an unsere Kämpfer aus der Zweiten und an die liebe Tanztrainerin Uli 😉

Spieltag 3: Alles Kopfsache

TTV Neustadt : TTC Brücken  9:3

Dass sich bei einem Tischtennisspiel enorm viel im Kopf abspielt, weiß jeder, der unserem Lieblingssport frönt und dementsprechend Wettkämpfe bestreitet. Selbstverständlich beeinflussen Fitness, Ballgefühl, Reaktionsgeschwindigkeit, Risikobereitschaft und Talent – um nur einige Faktoren dieser komplexen Sportart zu nennen – das Spielvermögen des einzelnen Sportlers. Für den spielerischen Erfolg brauch es jedoch auch die notwendige psychische Voraussetzung bzw. Einstellung. Zum besseren Verständnis wagen wir dazu einen Blick in den Kopf des Tischtennisspielers. Man stelle sich dazu den typischen Tischtennisathleten vor: durchtrainiert, gutaussehend, TTR-Mittelmaß.

Das gestrige Abendspiel gegen Brücken stellte unsere sechs TTVler vor eine Herausforderung bei der die Psyche eine große Rolle spielte. Ein Klassiker: die gegnerische Mannschaft reist stark ersatzgeschwächt an, im Kopf formiert sich sogleich der Gedanke „das müssen wir gewinnen“. Tischtennis-psychologisch gesehen extrem erfolgsgefährdend, insbesondere wenn die eingesetzten Ersatzspieler ebenfalls den Schläger halten können. So entsteht möglicherweise bereits vor Spielbeginn eine Drucksituation, die sich je nach Spielverlauf verstärken kann, wenn es nun doch ergebnistechnisch eng werden sollte. Eventuelle Folgen sind weiche Knie, leichtes Zittern, sprich: das Ende der Lockerheit. Wie ist unsere Erste am vergangen Samstagabend mit diesen Umständen umgegangen?

Beginn des Matches gewohnheitsgemäß mit den Doppeln. Sebbi und Oli begannen gegen Mootz/Korb souverän mit einer 2:0-Führung. Doch die Brückener kamen besser ins Spiel und leisteten ordentlich Gegenwehr. Nach einem verlorenen Satz erhöhte das Neustadter Spitzendoppel die Schlagzahl und holte den ersten Punkt. Psycho-Check: stabil und bestanden! Christian und Jürgen sahen sich währenddessen dem Duo Simon/Stucky gegenüber. Diese leisten sich kaum Fehler und gewannen klar mit 3:0. Mit Psyche hatte dies aus heimischer Seite wenig zu tun, die Gäste spielten an diesem Abend einfach zu stark, was das neustadter Duo neidlos anerkannte. In der Begegnung Walde/Andy gegen die Steinmann-Brüder ging es enger zu. Nach jedem Satzgewinn folgte der Satzausgleich, bis in den Entscheidungssatz. In diesem schafften es die Hausherren die Zitterpartie druckvoll und erfolgreich mit 3:2 zu beenden. Psychocheck: gerade so bestanden! Zwischenstand 2:1 für Neustadt.

Gespannt erwartet wurde nun der Auftritt des vorderen Paarkreuzes in den Einzelbegegnungen. Sebbi, gerade erst von den Flitterwochen heimgekehrt, brauchte einige Ballwechsel um seine gefürchteten Topspins in gewohnter Manier einsetzen zu können. Gegner Thorsten Mootz, der ordentlich mithielt, musste sich dem TTV-Kapitän dann aber doch mit 0:3 geschlagen geben. Psychocheck auf neustadter Seite: Durchgebissen und bestanden. Am Nebentisch war ordentlich Stimmung geboten, denn Christian wirbelte hochmotiviert an der Platte. Opfer Wolfgang Simon schaffte es nur stellenweise mit seinen gefährlichen Seitspin-Drallbällen durchzustoßen, denn der TTVler wurde immmer sicherer und wagte immer öfter den Weg in die Offensive. Groß gefeiert wurde der Ballwechsel des Abends, bei dem der erstaunlich bewegliche Christian zweimal einem schier unerreichbaren Ball in „Becker“-Manier hinterherhechtete um den Punkt doch noch für sich zu entscheiden. Der offene Schlagabtausch ging mit 3:2 an Christian. Psychocheck: in der Ruhe liegt die Kraft – bestanden!

Das mittlere Paarkreuz – es darf vorweggenommen werden – zeigte an diesem Samstag die besten Nerven. Jürgen ließ mittels sicherer Hand und ordentlich Spin gegen Nico Steinmann nichts anbrennen. Dank gezielter Platzierung schaffte es Jürgen „The Serve of Death“ den Brückener nicht ins Spiel kommen zu lassen. Psychocheck: Mit Bravour bestanden! Auch Oli wollte nun nachziehen, hatte aber mit Daniel Stucky einen harten Brocken gegenüber. Gleich im ersten Satz legte dieser los wie die Feuerwehr und gönnte Oli lediglich drei Punkte. Alles Spins wurden spielend einfach gegengeschossen. Wer danach mit einem klaren Spielverlauf rechnete, kennt unseren Oli nicht. Mit taktischem Verständnis und Beharrlichkeit kämpfte sich der immerjunge Neustadter in die Partie. Etliche Rückstände konnte er egalisieren und schlussendlich mit 3:2 den Punkt nach Hause holen. Psychocheck: Klar bestanden.

Zwischenstand: 6:1. Eine solche Führung kann natürlich auch psychologische Effekte mit sich ziehen. Unter Umständen mindert dies eine überhöhte Spannung beim führenden Team. Erhöht den Druck beim Gegner. Es kann sich aber auch genau umgekehrt auswirken: „Meine Mitspieler haben gewonnen, also muss ich das auch.“ Wie dem auch sei, mit Walde und Andy war das hintere Paarkreuz nun gefordert und stieg in die Spielbox. Walde bekam es mit dem spielstarken Luca Steinmann zu tun. Ein 50:50-Match, bei dem Walde einen 2:1-Satzrückstand mit pfeilschnellen Topspinralleys bravourös aufholte. Im Entscheidungssatz blockte Steinmann jedoch zu sicher und holte das Spiel mit 3:2 nach Brücken. Psychocheck: Stay smooth 😉! Andy wurde von Rainer Korb herausgefordert. Jener ließ dank sicherem Blockspiel kaum einfache Punkte zu. Aber Andy konnte einzelne Big Points für sich entscheiden und gewann mit 3:0-Psychocheck: bestanden!

Die erste Runde war gelaufen, unser Team führte mit 7:2. In der Nebenpartie hatte unsere zweite Mannschaft gerade ihr Abendspiel gewonnen – der Grieche und das Weinfest riefen. Eine weitere, aus psychologischer Sicht herausfordernde Situation. Wenn der Sieg in Griffweite gerät, besteht die Gefahr, dass folgende Spiele zu locker genommen werden: „Irgendjemand wird den Punkt schon holen.“ Sebbi und Christian stellten sich dieser Herausforderung. Unsere Nummer Eins hatte gegen Simon seine große Mühe. Unangenehmen Aufschlägen folgten Spins in gespielten Winkeln. Der Brückener machte seine Sache gut und siegte mit 3:0. Psychocheck: mehr Zutrauen durch mehr Training 😉. Derweil bestätigte Christian seine gute Form und fischte einige Bälle von Mootz aus dem Eck. Dank unangenehm gespielter Ballonabwehr und drallreichen Spins gewann unser Allrounder mit 3:0. Psychocheck: erneut bestanden!

Den Siegpunkt holte nun Jürgen in erfolgreicher und ansehnlicher Weise. Er entschärfte Stuckys druckvolles Spiel und spielte in etlichen Topspinstaffeten seine Schnelligkeit am Tisch aus. Was souverän und locker aussah, war hart erkämpft und sehr verdient. Psychocheck: Hervorragend!

Damit siegte der TTV Neustadt mit 9:3 über ein Brücken, das die Spielerausfälle mit guten Ersatzleuten doch ordentlich kompensieren konnte. Dank der richtigen Einstellung und großem Kampf holten die Hausherren damit den ersten Sieg und schieben sich aus der Abstiegszone. Von der psycholgischen Einstellung her betrachtet, hat die Einstellung unserer Spieler gepasst – Luft nach oben gibt es sicher noch. Der sympathische Brückener Daniel Stucky dagegen resummierte: „In Neustadt spiele ich immer scheiße!“. Psychologisch gesehen kein Nachteil für uns … 🙂

Spieltag 2: Auswärtsspiel unter Wasser

TTC Oggersheim  : TTV Neustadt  9:3

Ein saftiges Regenwetter begleitete unsere Erste zum Auswärtsduell nach Oggersheim. Nach dem ersten verlorenen Spiel am vorangegangenen Wochenende schwamm das Team noch im Nirvana der 1. Pfalzliga und hegte den Wunsch, erste Anker der Stabilisierung zu setzen. Kein leichtes Unterfangen, denn auch diesmal fehlten mit Sebbi und Oli zwei Stammspieler. So stand an jenem Abend vor allem das Einspielen der Doppel auf der Fokusliste der Neustadter.

Schon während des Einspielens steigerte sich das Hämmern der Regentropfen auf dem Oggersheimer Hallendach und synchron dazu die Schlagzahl der Topspins. Die Partie begann spritzig mit den Doppelbegegnungen. Christian und Jürgen, unsere beiden Vereinsneulinge, setzten mit ihrem 3:0-Doppelsieg gegen Bußer/Asi ein erstes Zeichen. Walde und Andy harmonierten am Nebentisch in ihrer Doppelpremiere recht ordentlich und zwangen das oggersheimer Spitzendoppel Mayer/Skolut in den Entscheidungssatz. Trotz 2:3-Niederlage konnten beide spielerisch zufrieden sein. Am Nebentisch fuhren Andi und Nico unter Applaus ihrer Teamkollegen den nächsten Sieg für die Gäste ein. Der 3:0-Sieg gegen Pilz/Licen war in dieser Form eine kleine Überraschung und sorgte für die 2:1-Führung.

Mittlerweile lief sogar das Wasser aufgrund der nicht nachlassenden Wassermassen in den Toiletten über. Zeit für die ersten Einzelbegegnungen. Christian bekam es mit einem furios losschmetternden Christian Bußer zu tun, der jeden Topspin mit knallharten Konterattacken beantwortete. Die ersten beiden Sätze sah der TTVler kein Land, bis er spielerisch immer sicherer werdend, zur Gegenattacke bließ. Der folgende Entscheidungssatz war hart umkämpft und ging knapp an Bußer. Während dessen entwickelte sich die Nachbarpartie von Jürgen gegen Pascal Mayer ähnlich dramatisch. Jürgen gelang es, den oggersheimer Angriffsspieler in den ersten beiden Sätzen mit sicheren Topspinralleys in Schach zu halten. Danach erhöhte Mayer den Druck und bog die Partie mit sehenswerten Ballwechseln noch zum 3:2-Sieg. Zwichenstand 2:3 für Oggersheim.

Das mittlere Paarkreuz machte sich bereit. Walde trat gegen Linksklebe Philipp Skolut an die Platte, während es Andy mit dem erfahrenen Thomas Pilz zu tun bekam. Skolut zeigte früh, dass er einen guten Tag erwischt hatte und zog immer wieder gefährliche Winkel-Spins auf den Tisch. Walde hielt gut mit, zog ordentlich dagegen und kämpfte. Trotzdem ging die Partie mit 3:0 an den Oggersheimer. In der Zwischenzeit wollte Andy die Segel neu setzen und fuhr einen 3:1-Sieg gegen Pilz in den heimischen Hafen ein. Zwischenstand 3:4 für die Hausherren.

Der Regen ließ nun etwas nach, ein Segen für die Trommelfelle und gerade rechtzeitig zum Einsatz des hinteren Paarkreuzes. Dort forderte Andi Rapp Turniermonster Nico Licen heraus. Der Oggersheimer zeigte sein gefürchtetes Hop-oder-Top-Spiel. Entweder geht’s daneben – oder es schlägt voll ein. Zum Unmut des TTVlers schaffte Licen eine gute Trefferquote und siegte mit 3:1. Auch unser Nico(la), am Nachbartisch agierend, ließ seine Rückhandpeitsche das ein oder andere Mal auf die Seite von Patrick Asi gefährlich einschlagen. Doch der parierte und entschied das Spiel ebenfalls für sich. Zwischenstand 3:6 für Oggersheim.

Nun legten Jürgen und Christian noch einmal alles in die Waagschale, um die drohende Niederlage abzuwenden. Jürgen, diesmal selbst bereits mit 0:2-Sätzen gegen Bußer im Hintertreffen, stellte sein Spiel um und fightete sich zum 2:2. Doch wieder blieb es den Gästen verwehrt, ein Fünfsatzspiel nach Hause zu schiffen. Auch Christian musste gegen Mayer die Segel streichen. Zu gut war Mayers Angriffsspiel an diesem Abend. In der Zwischenzeit hatte auch Andy seine große Mühe mit Skolut – auch hier folgte eine 3:0-Schlappe. Endstand 3:9.

Obwohl die Niederlage etwas bitter schmeckte und der Spielverlauf durchaus unglücklich verlief, offenbarte das Spiel auch positive Aspekte. Die Doppel kommen langsam in Fahrt und in den Einzeln fehlt teilweise nur noch der kleine Extra-Kick zum möglichen Sieg. Spätestens nach der Berliner Luft im Jungbuschviertel war das Spiel verdaut, ebenso das Rustikal-Gyros im ersten und einzigen griechischen Lokal mit Türsteher. Wir sind bereit für das nächste Spiel. Nach Regen folgt Sonnenschein …

Ein Dankeschön geht an Andi und Nico für ihren Einsatz.

Spieltag 1: Lasst die Bälle wieder springen

TTV Neustadt : TTC Riedelberg  1:9

Samstagabend, die Halle war voll, die neue Spielkleidung umspannte den gestählten Körper und die Lust auf Tischtennis war deutlich spürbar. Tischtennis in Wettkampfatmosphäre. Nach der Sommerpause und der verkürzten Runde im letzten Jahr dürstete es die Spieler des TTV Neustadt nach heißen Fights an der Platte. Gebremst wurde dies durch den Umstand, dass unsere Erste ohne ihr vorderes Paarkreuz auskommen musste – trotzdem wollten die 6 Neustadter nicht kampflos an die Platte schreiten. Insbesondere Jürgen und Oli lieferten lieferten sich gegen die Sema-Brüder Matches auf Augenhöhe, gespickt mit ansehnlichen Ballwechseln. Auch Walde, Nico und Alex kämpften wacker, mussten aber den Riedelbergern zum verdienten Sieg gratulieren. Andy schaffte es, den Ehrenpunkt zu holen.

Im Anschluss hieß es Wunden lecken, Duschen, Ouzo …   es geht weiter, wir kommen noch 😊

Danke an Nico und Alex für´s Aushelfen und an die lieben Spielerfrauen und -Kids für die Unterstützung und das Anfeuern.

4. Weinstraßen-Cup mit vielen Teilnehmern nach zweijähriger Pause

Nach zweijähriger Pause richtete der TTV Neustadt 2022 wieder den Weinstraßen-Cup aus. Zum vierten Turnier trafen sich Tischtennisspieler in Neustadt an der Weinstraße und kämpften um Punkte, Trophäen und Sach- sowie Geldpreise.

Letztlich kamen rund 180 Teilnehmer nach Neustadt. Fünf verschiedene Bundesländer waren unter den Teilnehmern vertreten und auch das mache das Turnier aus, meinte Fabian Kolb. Kolb lebte und spielte drei Jahre in der Pfalz und ist nun wieder in seine hessische Heimat zurückgekehrt. Den Weinstraßen-Cup nimmt er als Anlass alte Freunde und Mannschaftskameraden wiederzusehen, aber auch das Turnier mit seiner angenehmen Atmosphäre und sauberen Organisation sind für ihn ein Grund in der Pfalz „aufzuschlagen“.

„Ich habe hier einfach eine gute Zeit. Die sportliche Seite ist anspruchsvoll und die Pausen zwischen den Spielen sind nahezu optimal. Man kommt einfach auf seine Kosten und bekommt ein schönes Rund-Um-Paket – auch abseits der persönlichen Beziehungen“, gab Kolb zu Protokoll.

Den sportlichen Anspruch untermauerten auch vier absolute Hochkaräter dieses Jahr, denn mit Sven Happek, Johannes Willeke, Makoto Nogami und Michael Fuchs traten vier Spieler beim Turnier in der A-Klasse an, die mehr als 2000 Punkte ihr Eigen nennen. Happek (TTSF Hohberg) setzte sich im Finale mit 3:2 Sätzen gegen den für den SV Niklashausen starteten Nogami durch. Happek (Nummer 302 der deutschen Rangliste) spielte letzte Saison noch in der 3.Bundesliga und ist bei vielen Turnieren vertreten und durchaus ein bekanntes Gesicht in der Tischtenniswelt.  Aus der Pfalz waren aber auch einige starke Spiele in Neustadt am Start wie Ilja Kratschmer (TTC Winnweiler, siehe Bild), Sebastian Gailing (TV Colgenstein) oder Francesco Maragioglio (TTC Oggersheim).

„Uns macht die Sache einfach auch Spaß. Wir richten das Turnier gerne aus und haben da sicherlich auch mittlerweile ein ganz gutes Händchen für einen soliden Turnierablauf, auch, wenn wir jährlich Optimierungsbedarf entdecken. Schön ist aber auch die Tatsache, dass viele Vereinsmitglieder sich am Turnier einbringen. Sei es beim Auf- oder Abbau, am Kiosk oder mit anderen Tätigkeiten. Dem ganzen Verein gebührt hier Dank“, so Sebastian Edel stellvertretend für die Turnierleitung. Gerd Wüst als 1.Vorsitzender ergänzte, dass es natürlich auch attraktiv ist, wenn man am eigenen Turnier teilnehmen könne und viele Mitglieder hätten auch aktiv zum Schläger gegriffen. Auch Oliver Triemer, Mitglied der ersten Mannschaft in Neustadt und Teil der Turnierleitung, fand Gefallen an Turnierleitung als auch dem Spielen selbst und hielt fest, dass es schön ist alte und neue Gesichter am Turnier zu sehen, mit ihnen zu plauschen, aber sich auch sportlich mit ihnen zu messen.

Die D-Klasse (bis 1300 Punkte) gewann mit Fabian Mäurer auch ein Neuzugang des TTV Neustadt. In der B-Klasse (bis 1700 Punkte) überstanden Nicola Fusco und Sebastian Edel die Vorrunde, wie auch Michael Beck in der C-Klasse (bis 1500 Punkte), aber eine weitere Platzierung war keinem der Spieler vergönnt. Oliver Triemer konnte an der Seite von Maragioglio immerhin noch einen dritten Platz im Doppel für Neustadt einstreichen. Die B-Klasse gewann Patrick Frantz aus Wallstadt während sich Martin Gervé aus Mannheim die Trophäe in der C-Konkurrenz sichern konnte.

Erfreulich konnte am Ende bilanziert werden, dass auch die Jugendklassen überraschend gut gefüllt waren, was ein gutes Zeichen für den Tischtennissport ist, nach doch recht dürren Zeiten, die von Corona und Problemen beim Hallensport geprägt waren. Die U13-Konkurrenz gewann Yuchen Wang vom SGK Bad Homburg 1890, in der U15-Konkurrenz erlangte Vivienne Zimmermann vom TTV Otterstadt den ersten Platz und in der U19-Konkurrenz stand Moritz Först vom TTV Mutterstadt auf dem obersten Treppchen.

Wird es den fünften Weinstraßen-Cup geben? „Auf jeden Fall. Das Feedback der Spieler war gut. Man hat sich wohlgefühlt und auch wir hatten auch eine gute Zeit. 2023 wird es sicherlich Auflage Nummer fünf des Turniers geben“, meinte der zweite Vorsitzende Andreas Pichler hinsichtlich der Zukunft des Turniers.

Info zu den einzelnen Spielergebnissen: Eine Übertragung in click-TT ist zur Zeit technisch leider nicht möglich, sobald dies wieder funktioniert, werden wir hier informieren. Wir bitten diesbezüglich noch um ein wenig Geduld.

(Bericht von S. Edel)