Spieltag 17 und 18: Meisterliche Englische Woche zu Saisonende

TTV Neustadt : TTV Edenkoben  9:5

Ein Spiel ohne tabellarische Auswirkungen aber natürlich wie immer ein Prestigeduell zwischen beiden Teams an der Weinstraße. Edenkoben trat in starker Aufstellung an und leistete ordentlich Gegenwehr. In den Doppeln konnten unsere Erste wie schon so oft in dieser Runde Vorteile erspielen. Doppelcracks Christian/Andy punkteten gegen Krueziu/Potz in drei schnellen Sätzen (3:0) und auch Altliebe Sebbi/Oli erweckte beim Sieg gegen Kopp/Spanaus nostalgische Gefühle (3:1). Sönke und Sebastian lieferten gegen Spitzendoppel Kröger/Günthner einen großen Kampf, mussten aber mit in vier Sätzen passen (1:3).

Im Einzel fegte dann erstmal Sönke ordentlich durch die Halle und bediente Ergit Krueziu mit einem eindrucksvollen 3:0-Erfolg dank wuchtiger Topspinapparate. Sebbi hielt den Noppen von Tim Kröger stand und versenkte die Rückhand wie vom Arzt verschrieben (3:0). Im gefühlt hundertsten Aufeinandertreffen von Andy und Chris Kopp in diesem Jahr behielt diesmal der Edenkobener mit toller Leistung die Oberhand (1:3). Am Nebentisch beschäftigte Christian Gegenüber Ralf Günthner mit immer wieder kehrenden Ballonabwehrbällen. Dieser hatte damit wenig Freude, 3:0 Sätze für den TTVler. Den nächsten Punkt erspielte Oli gegen Conrad Spanaus mit sicherem Angriffsspiel (3:1). Der eingesprungene Sebastian lieferte sich einen schönen Schlagabtausch gegen Matthias Potz. Nach großem Kampf ging der Punkt äußerst knapp an die Gäste (2:3).

Zwischenstand 6:3 für Neustadt. Drei Punkte fehlten noch zum Glück. Sönke machte den Anfang und erspielte einen konzentrierten Sieg gegen Tim Kröger (3:1). Zeitgleich musste Sebbi nach einer 2:0-Führung gegen Ergit Krueziu noch eine 2:3-Niederlage einstecken, etwas bitter aber kein Beinbruch. Den nächsten Punkt lieferte Andy in einem sicheren 3:0 über Ralf Günthner während Christian dem an diesem Abend nicht zu stoppenden Chris Kopp zum Sieg gratulierte (0:3). Den Schlusspunkt markierte Oli, der Matthias Potzs drallige Bälle gekonnt gegenzog (3:1).

Dem ordentlichen 9:5-Erfolg folgte ein gemütliches Beisammensein beider Teams. Ein großer Dank geht an die Edenkobener für das kurzfristige Zur-Verfügung-Stellen der Halle. Wahrer Sportsgeist!

TTC Germersheim : TTV Neustadt 4:9

Im letzten Spiel der Saison ging es zu den Sportsfreunden aus Germersheim. Das Highlight des Abends war der Einsatz unseres Michel Becks, der sich damit einen kleinen Traum verwirklichen konnte. An der Seite von Walde spielte er ein Mega-Doppel, blockte wie ein Weltmeister und kämpfte wie ein Löwe. Gegner Hübner/Ulbrich hatten hart zu beißen, siegten letztendlich aber mit 3:1 Sätzen. Auch im Einzel ließ sich Michel nicht lumpen und erstaunte die Zuschauer mit seiner großen Blocksicherheit. David Ulbrich, der über ein saftiges Topspinarsenal verfügt, staunte nicht schlecht als seine Raketen auf die eigene Plattenhälfte zurückgeschlagen wurde. Ein Satz, in dem der TTVler groß aufspielte, blieb ihm gegönnt, der Rest ging an den zugsicheren Gastgeber (1:3 Sätze).

Eher Nebensache, aber fürs Ergebnis auch entscheidend waren die weiteren Matches:

Sebbi/Oli vs. F. Arbogast/Nowak:  Extrem starkes 3:0 für das TTV-Duo

Christian/Andy vs. J. Arbogast/Schmitt: Extrem sicheres 3:0 für unsere Mannen

Andy vs. Jörg Arbogast: Extrem schnittiges 3:0 für den TTV

Sebbi vs. F. Arbogast: Brutal zum Kopfschütteln wie es da einschlug – 3:1 für den Capitano vom TTV

Walde vs. Marius Nowak: Die Topspins feuern wieder stark – 3:1 für Walde

Christian vs. Carsten Hübner: Ein duseliges 3:1 für Neustadt

Oli vs. Peter Schmitt: Der Mann kann einfach gegen Noppe – 3:0 für Lambrecht 😉

Sebbi vs. Jörg Arbogast: Gigantenduell mit TTV-Vorteil – 3:1 Satzsieg

Andy vs. Florian Arbogast:  Geiles Kampfduell mit dem besseren Ende für Germersheim (2:3)

Christian vs. Marius Nowak: Duell der beiden „Wände“ – Stabiler Nowak siegt 3:1

Walde vs. Carsten Hübner:  Auch Walde kann´s gegen Noppen (3:0)

Nach diesem 9:4-Auswärtssieg beendet unsere Erste die Saison 2025/26 als Tabellenerster mit einer Bilanz von 16 Siegen, 1 Unentschieden und 1 Niederlage. Entscheidend war am Ende die Konstanz in der Leistung und wie schon in der Vergangenheit der Zusammenhalt und das Teamplay innerhalb der Gruppe. Da wird gecoached und gepushed bis zum letzten Punkt, selbst wenn das Spiel bereits vorzeitig entschieden ist. Regelmäßiges und zielorientiertes Training halten das Niveau hoch und das gemeinsame Beisammensein/Feiern/Resumieren nach Training und Spiel ist Ehrensache. Wir bedanken uns bei unseren verlässlichen „Ersatz“spielern, insbesondere Edeljoker Oli, der sich für Doppeleinsätze nie zu schade ist. Genauso unsere Geheimwaffe Gerd. Ebenso bei unseren Unterstützern an der Bande, fürs Anfeuern und Dasein. Auch immer da wenn wir ihn brauchen: Unser Zeki vom Poseidon Neustadt. Bestes Essen – auch zu später Uhrzeit, vielen Dank dafür!

So freuen wir uns auf die nächste Saison in der 1. Pfalzliga, auf das Wiedersehen mit alten Bekannten und die Herausforderung durch neue Gegner. Darauf ein kühles Weizen – mit unserem Michel – am Tankhof in Schwegenheim, Mittwoch 18.3.26, 23:30 Uhr.

Spieltag 16: Da ist das Ding – Meisterschaft und Aufstieg perfekt

TTV Mutterstadt : TTV Neustadt  0:9

Seit dem vergangenen Samstag ist es nun auch rechnerisch besiegelt: Der TTV Neustadt steigt als Meister der 2. Pfalzliga in die 1. Pfalzliga auf. Damit kehrt unsere Erste nach zwei Jahren wieder in die höchste pfälzische Spielklasse zurück – und das dank einer starken und äußerst stabilen Saisonleistung.

Doch zuerst zum Spiel. Der Tabellenvorletzte aus Mutterstadt ging mit stark dezimierter Aufstellung in die Partie, was eine rasche Durchführung der Spiele begünstigte. Alle Spiele verliefen klar und ohne Satzverlust für unsere TTVler, mit einer Ausnahme: Der mutterstadter Frontmann Christian Maisel zeigte sein Potenzial und zwang Andy zugstark in den Entscheidungssatz. Er führte sogar bereits mit 2:0 Sätzen, doch der Neustadter warf sich mit allem in die Partie und drehte sie noch zu seinen Gunsten.

Im Vorfeld siegten in den Doppel Christian/Andy gegen Maisel/Maisel, Sebbi/Walde gegen Straub/Bohr und Oli/Gerd gegen Maisel/Schube. Dann lederte Sebbi in seinem Einzel gegen Michael Straub zahlreiche Massivpeitschen auf den Tisch. Walde zog bärig gegen Rainer Maisel, während Christian sicher gegen Nico Maisel parierte. Den Abschluss bereitete unser stets verlässliches hinteres Paarkreuz mit Gerd und Oli. Erster brillierte mit einer fast 100%igen Schussquote gegen Bernd Schube und Oli erzeugte zu viel Druck für Routinier Heinrich Bohr.

Das Spiel, kurzweilig wie dieser Artikel, war nach 70 Minuten beendet und der gemütliche Part durfte eingeleitet werden. Äußerst ungewohnt – aber nicht unangenehm – fühlt es sich an, bereits zwei Spieltage vor Schluss im sicheren Hafen zu sein. Nun freuen wir uns auf eine entspannte Restsaison. Der Rundenabschluss ist bereits gebucht, und dann wird gefeiert … keine Frage😉

Spieltag 15: Finale dehääm – Die Meisterschaft winkt

TTV Neustadt : TTC Oggersheim 9:4

Es war was los in der Böbighalle von Neustadt. Der TTV-Anhang hatte sich zur Unterstützung eingefunden und lautstark die eigenen Mannen angefeuert. Denn es war Final-Tag. Tabellenerster gegen den Zweiten in einem quasi vorgezogenen Finalspiel. Sollte Neustadt siegen, wäre die Meisterschaft so gut wie sicher, mit einer Niederlage wäre Oggersheim weiter um den ersten Platz im Rennen.

Die Spannung war groß und auch die Vorfreude. Etwas überraschend traten die Gäste ersatzgeschwächt an. Trotz guten Ersatzes lag der Vorteil damit auf neustadter Seite. Doch nun zum Ballsport: Unsere Erste startete gewohnt stark in die Doppelbegegnungen. Christian und Andy lieferten ein sauberes 3:0 gegen Pilz/T.Burkardt und zeitgleich zeigte sich äußerst stark die neue Traumpaarung Sönke/Walde mit einem verdienten 3:1-Erfolg gegen Spitzendoppel Bortt/Alameen. Im Duell der Dreierdoppel hielten Licen/D.Burkardt die Gäste mit einem knappen 3:2 gegen Sebbi/Jürgen im Spiel.

Dann rollte unser erstes Paarkreuz in den Einzelbegegnungen über die Kontrahenten hinweg. Sönke versah Thomas Pilz mit wohl platzierten Spins und sicherem Spiel gegen die Noppe. Ein starkes 3:0 war der Lohn. Auch Sebbi hielt den blitzsauber agierenden David Bortt auf Distanz. Ab Satz zwei drückte der TTVler auf die Tube und tütete ein ordentliches 3:0 für das jubelnde Heimteam ein. Zwischenstand 4:1, ein motivierender Beginn mit guten Aussichten.

Im mittleren Paarkreuz duellierten sich Andy und Nico Licen. Der Neustadter spielte nicht überragend aber recht sicher und führte bereits mit 2:1 Sätzen. Doch der Oggersheimer nutzte seine Chance und drehte die Partie. Im Entscheidungssatz waren dessen Brutalspins nicht zu bändigen. 3:1 Sieg für Licen. Dafür revanchierte sich Christian am Nebentisch gegen Baraa Alameen. Im ersten Satz schien es noch so, als gäbe es für das TTV-Allroundtalent einen Abschuss, dann verstärkte er die Rotation seiner Bälle und siegte noch mit 3:1 – eindrucksvoll.

Im hinteren Paarkreuz zeigte Jürgen gegen Tobias Burkardt keine Gnade und servierte wie ein Weltmeister. Der Oggersheimer war ob der variantenreichen Services seines Gegenüber am Verzweifeln. Wenn ein Rückschlag glückte, versenkte der TTV-Master diesen direkt mit einem schönen Topspin, 3:0 für Jürgen. Währenddessen kämpfte Walde gegen Daniel Burkardt. Tatsächlich hatte der TTCler an diesem Abend immer die bessere Antwort auf Waldes Schläge parat. Fehlerloses Spiel, schöne Angriffsbälle, Walde musste neidlos das 0:3 anerkennen. Nun stand es insgesamt 6:3 aus neustadter Sicht, immer noch komfortabel aber noch nicht sicher.

Doch unsere beiden TTV-Frontmänner waren an diesem Abend zu gut in Form, als dass Unsicherheit auftreten konnte. Sönke gab sich mit David Bortt ein interessantes Sidespinduell gepaart mit schnellen Spins. Mit der nötigen Konzentration und mutigen Rückhandbällen holte er den richtungsweisenden Punkt für die Heimmannschaft. Ebenfalls sehr abgebrüht ließ Sebbi Gegner Thomas Pilz nicht zu seinen gefährlichen Schüssen kommen, sondern agierte eigeninitiativ und druckvoll. 3:0 Sätze – sehr stark.

Jetzt konnte Andy den Sack zumachen, musste sich aber der Duracell-Maschine Baraa Alameen mit 3:1 Sätzen beugen. Aus Einzelspielersicht nicht der glücklichste Abend für ihn, aber all das spielt keine Rolle wenn du im geilsten Team der Welt der Pfalz spielen darfst. Denn Christian hatte vorher bereits den entscheidenden Punkt gegen Nico Licen geholt. Bei seinem 3:0-Erfolg zeigte er, was Böhler Stärke wert ist und tütete den Gesamtsieg für den TTV Neustadt ein, 9:4 in Spielen.

Die Freude war groß. Emotionen, abfallende Anspannung und Ausgelassenheit machten sich breit. Von der Dusche über den Griechen bis hin auf der Tanzfläche feierten unsere Mannen den Sport bis zum Morgen. Ein großer Dank geht an die tolle Unterstützung aus den eigene Reihen, ob Spielerfrau, Spielerkids, Spielerbrüder, Teamarzt, Mental Coach und unsere Vereinsfreunde – dank euch hat es noch mehr Spaß gemacht 😊

Spieltag 14: Furioser Fight gegen starke Kandler

TTV Neustadt : TSV Kandel  9:6

Ein ordentliches Brett und sehr ansehnliches Tischtennis boten unsere Erste und die Gäste beim gestrigen Meisterschaftsspiel. Erwartet wurde ein schweres Match für den TTV, denn insbesondere im vorderen Paarkreuz sind die Kandler stark bestückt. Beide Teams hatten Bock auf Sport und Schweiß – das merkte man.

Zu Beginn wurde wieder gedoppelt, da zeigten die Gastgeber leichtes Übergewicht. Sebbi und Jürgen holten gegen Nese/Hoffmann den ersten Punkt (3:1) und auch Sönke/Walde waren gegen Spitzendoppel Zellmer/Kleiner auf bestem Wege. Sie lagen bereits 2 Sätze vorne, doch dann spielte Zellmer ein paar unglaubliche Bälle. Seine Rückhandgegensmashes gepaart mit Kleiners Blockstärke führten doch noch zu einem Sieg der Kandler (2:3). Oli und Andy hatten dagegen gegen Vater-Sohn-Duo Mühl/Mühl keine Probleme (3:0).

Wahre Leckerbissen boten die folgenden Begegnungen des vorderen Paarkreuzes. In Worte ist nicht wirklich zu fassen was sowohl Sönke und Niko Kleiner, als auch Sebbi und Markus Zellmer spielerisch zündeten. Sönke zog brachiale Topspins am laufenden Band, die Kleiner phantastisch zu blocken wusste. Sebbi trümmerte ein paar prachtvolle Rückhände durch die Parallele, während Zellmer wie besessen gegenzog. Am Ende des Tages musste es Gewinner geben, und die kamen beide aus Kandel, nach jeweils 5 umkämpften Sätzen (2:3, 2:3). Das konnte noch heiter werden.

Andy ließ sich nicht lumpen und stemmte sich gegen die Angriffslust von Andreas Hoffmann mit viel Drall (3:0) und auch Jürgen biss sich gegen den motivierten Gökhan Nese ins Spiel. Er konnte taktisch punkten und mit viel Übersicht topspinnen (3:2). Nach diesen beiden Erfolgen stand es insgesamt 4:3 für den TTV, ein enges Ding!

Auch im hinteren Paarkreuz wurde geschwitzt und gefightet. Walde hatte mit Rüdiger Mühls Spiel große Probleme und es gelang ihm nicht in den Frommschen Modus zu gelangen. Der Kandler spielte stark und holte den Punkt (1:3). Auch Oli sah sich mit Sven Mühl einem blockstarken Kontrahenten gegenüber, der sauber angriff. Doch mit Routine und Spin schaffte der Neustadter den nächsten Erfolg (3:1).

Der 5:4-Zwischenstand mahnte zur Vorsicht und vor allem zu Vollgas. Dies beherzigten alle Spieler, insbesondere Markus Zellmer, der gegen Sönke ein klasse Spiel ablieferte. Der TTVler zeigte trotz Trainingsrückstand immer wieder geile Bälle, doch der Kandler wusste siegreich zu kontern (1:3). Am Nebentisch schlug erfreulicherweise der Rappinator wieder zu. Neustadts Kapitän traf mit hoher Sicherheit seine Bälle und gab auch nach Satzrückständen nie auf. Ein viel knapperer Sieg, als es auf dem Papier den Anschein macht (3:0), der für den weiteren Verlauf und die Moral aber verdammt wichtig war.

Leider konnte Andy im Folgespiel nicht anschließen und musste sich dem ultra-sicheren Gökhan Nese beugen. Jeder Spin wurde postwenden zurückgeliefert (0:3). Doch da gab es ja noch Master Jürgen, der sich an diesem Abend aus vorangegangener Unfitness herausspielte und Andreas Hoffmann bezwingen konnte (3:0). Gesamtstand 7:6 – jetzt mussten sich die TTVler nochmal steigern.

Wohl dem Team, das ein nervenstarkes hinteres Paarkreuz aufstellen kann. Wald zeigte Moral und ließ die vorangegangene Niederlage eindrucksvoll hinter sich. Gegen Sven Mühl lief die Topspinmaschine wieder wie gewohnt und der wichtige Punkt konnte eingetütet werden (3:1). Parallel dazu lief die Nervenpartie Oli gegen Rüdiger Mühl, welcher an diesem Abend ein hohes Niveau spielte. Der erste Satz ging verloren, da rutscht einem schonmal das halbe Herz in die Hose. Doch Oli ließ sich nicht beirren, steigerte die Spinrate und kam immer wieder offensiv zu punkten. Matchball im vierten Satz und … verwandelt. Groß waren Jubel und Erleichterung auf neustadter Seite neben größtem Respekt vor der Kandler Leistung.

Aufgrund des Punkteverlustes von Verfolger Oggersheim stehen die Chancen für den TTV nun gut die Saison meisterlich abzuschließen. Doch es warten noch ein paar harte Spiele auf unsere Jungs. Deshalb: weiter heiß bleiben 🔥.

Spieltag 13 : Wir nähern uns dem Ziel ….

TTC Oppau – TTV Neustadt 0:9

Text und Regie: C. Knopf

Wenn der Erste gegen den Letzten spielt, sind die Voraussetzungen eigentlich klar, alles andere als ein deutlicher Sieg wäre eine große Überraschung. So kam es, wie es kommen musste, im schönen Ludwigshafen hagelte es für die Heimmannschaft ein blitzsauberes 0:9

Die Mannschaft vom noch schöneren Böbig mussten die Ausfälle von Andy und Jürgen kompensieren, dafür gab Sönke sein Comeback, auf Nico ist ebenfalls immer Verlass. Steigen wir mal direkt ein ins Geschehen. Am Ende des Tages haben wir insgesamt nur 4 Sätze abgegeben, die Spiele sind allesamt recht deutlich für uns ausgegangen.

Bei der Doppelkonstellation gab es an diesem Abend ein regeres Treiben als im Swingerclub, kein Paar glich dem der letzten Wochen. Sönke bot Walde zum Duett gegen die beiden Stefans (Schulze und Kirrstetter). Letztere sehr unangenehme Gegner, denn die Kombination aus sicherem Abwehrspiel und Angriffslust ist im Doppel stets gefürchtet. 4 knappe Sätze benötigten die Männer vom Böbig, um den Punkt einzufahren.

Capitano Sebbi zusammen mit Edeljoker Oli, sowie Christian mit Nico hatten in ihren jeweiligen Paarungen wenig Mühe, die notwendigen Siege zu holen.

Treue Leser des Blogs wissen, nach dem Doppel kommen die Einzel. Oppaus Nummer 1, Stefan Schulze, forderte Sebbi heraus. Abwehrspieler gegen Power, letztendlich waren Sebbis Schläge zu hart, so dass hier keine Gefahr bestand, 4:0 für uns. Sönke merkte man am Nachbarstisch die noch fehlende Spielpraxis, wie auch Spritzigkeit an. Gegner war Stefan Kirrstetter, ein munteres Spiel mit schönen Bällen auf beiden Seiten ging letztendlich mit 3:1 Sätzen zu unseren Gunsten.

Die Mitte musste ran. Der bisher noch sieglose Christoph Honig hat sich gegen Christian einiges vorgenommen. Das sicherlich engste Spiel des Tages hat der Mann aus Neustadt für sich entscheiden können, allerdings war das ein ganzes Stück Arbeit, zumal der Oppauer mutig auf Sieg steuerte, final jedoch mit 1:3 unterlag.

Waldes qualifizierten Schulhofaufschläge und kompromisslosen Schmetterschlägen zwangen Marvin Weiß, den Oppauer Allrounder, in die Knie. Ein sicheres 3:0 bestätigt die aufsteigende Form des ewigen Talentes.

Auf Nico ist Verlass, immer wenn er in der Ersten ausgeholfen hat, bot er eine konstante Leistung und das gegen Routinier Stefan Tröger. Der erste Satz ging noch nach Oppau, anschließend setzte Nico immer sicherer die Noppe ein und nutze jede Chance zum Endschlag. Chapeau

Oli traf auf Talent Sinan Acar, der noch so jung ist, wie sich Oli aktuell fühlt. Locker flockig 3:0 für Neustadt und das Endergebnis von 9:0 gegen einen fairen Gegner eingetütet. Nach dem Gruppenduschen ging es zum Griechen um die Ecke, Spieltaganalyse war angebracht.

Eigentlich ist es normal, nach einem Tischtennisspiel den Nachhauseweg weit nach Mitternacht anzutreten, allerdings durch den schnellen Sieg bestand die akute Gefahr, gegen 22 Uhr noch die Ehefrau wach anzutreffen. Diesen Zustand wollten Wald und Christian nicht akzeptieren, in der heimischen Küche wurden letzte Biervorräte im Beisein der Ehefrau geleert, welche sich dann gelangweilt von Tischtennisgeschichten relativ zeitnah zurückgezogen hat. Weit nach Mitternacht, also normale Zeit, ging auch dieses Abenteuer zu Ende.

Spieltag 12: Zu Hause eine Macht

TTV Neustadt : DJK Palatia Limburgerhof  9:3

„My home is my castle“ – das nahm sich unsere Erste als Motto. In der Vorrunde hatte unser Team nicht gerade den besten Tag und rettete sich beim Auswärtsspiel in Limburgerhof gerade so ins 8:8 Unentschieden. Das sollte in heimischen Gefilden anders laufen.

Die Gäste überraschten sogleich mit ihrer Doppelaufstellung und stellten ihr punktschwächstes Doppel auf Position eins. Damit konnten sie ein starkes Dreierdoppel stellen (Teiche/Mager), die dann auch gegen Walde und Oli in drei Sätzen siegten. Doch Doppelfreaks Christian/Andy spielten gegen Reh/Göhlich mit Routine und Biss einen 3:1-Sieg heraus – damit egalisierten sie das Ergebnis. Das dritte TTV-Doppel (Sebbi/Jürgen) zog direkt nach und wies Schlitter/Geiger mit drei klaren Sätzen in die Schranken.

Die Einzel versprachen spannend zu werden, denn da war Limburgerhof top aufgestellt. Doch die Neustadter zeigten sich spielstark. Sebbi hielt Vorzeige-Allrounder Andreas Teiche mit variablem Spiel in Schacht (3:1 Sätze) und auch Andy konnte Steffen Reh in vier Sätzen bezwingen (3:1). Der angeschlagene Christian spielte an diesem Abend einen hervorragenden Ball. Vorjahresbezwinger Björn Göhlich musste seine Noppen gegen den sicheren TTVler wieder einpacken (3:1 Sätze). Zeitgleich lieferten sich Jürgen und Christopher Mager ein schnittreiches Match. Der Neustadter ärgerte sein Gegenüber zwar immer wieder mit gefährlichen Aufschlägen, doch die Durchschlagskraft fehlte am Ende (1:3 Sätze) – abgehakt und weiter gings. Walde kämpfte gegen Luis Geiger auch mit sich selbst, holte den Punkt aber mit sicheren Spins nach Hause (3:0 Sätze). Während dessen duellierte sich Oli mit Jung-Penholder Georg Schlitter. Der Limboler spielte sehr ordentlich, konnte Oli aber nur kurzzeitig in Bedrängnis bringen (3:1 Sätze).

Der Zwischenstand betrug zu diesem Zeitpunkt 7:2 – es sah gut aus. Sebbi machte sich auf, in gleicher Intensität weiterzuziehen und zog gegen Reh wieder mal abartige Bälle über die blaue Spielfläche (3:1 in Sätzen). Am Nebentisch gab auch Andy Gas, doch Teiche war an diesem Abend in sehr guter Form. Sicheres Spiel, gute Aufschläge, platzierte Spins – Respekt (1:3 in Sätzen). Doch Christian hatte etwas gegen eine Spielverlängerung und gab Kontrahent Mager den servierten Schnitt postwendend zurück. Dies war so erfolgreich (3:1 Sätze), dass sogar die gesamte Partie mit 9:3 Spielen entschieden war. Grund zur Freude für unser Team, die positive Heimbilanz hält an. Die nächsten Wochen werden entscheiden. Gut trainieren und Spaß dabei – Teammodus an ✌

Spieltag 11: Volle Kraft voraus

TTV 03 Wörth  : TTV Neustadt  1:9

Am vergangenen Samstag lief es bei unserer Ersten so richtig rund. Im Duell des Tabellenersten gegen den Zweiten der 2. Verbandsliga ließen die TTVler die Gastgeber nicht wirklich an den Ball. Ganze sieben Sätze überließen sie dem Gegner, der Rest ging nach Neustadt.

Dabei begann die Begegnung mit einer kleinen Überraschung, denn das sonst gut eingespielte Doppel Christian/Andy verlor glatt in drei Sätzen gegen Özdemir/Geißer. Doch dieser Dämpfer wurde von den beiden anderen TTV-Duos postwendend ausgebügelt. Sebbi/Jürgen besiegten Schweyda/Ritter mit 3:0 Sätzen und auch Walde/Gerd punkteten gegen Wölfel/Hermann in 3:2 Sätzen.

Die Einzel verliefen dann ziemlich einseitig. Andy konnte sich für die Vorrundenschlappe gegen Gökhan Özdemir revanchieren (3:1 Sätze) und auch Sebbi lief wieder zu Topform auf (3:0 gegen Jan Schweyda). Jürgen glänzte bei einem souveränen 3:0 gegen Christoph Wölfel während Christian am Nebentisch Martin Ritter zur spielerischen Verzweiflung brachte (3:0 Sätze). Ganz stark spielte auch Gerd auf, der Thomas Geißer immer wieder Bälle holen schickte (3:0 Sätze) und auch Walde fuhr einen ungefährdeten 3:0-Sieg gegen Jannik Hermann ein. Den Schlusspunkt setzte TTV-Frontmaschine Sebbi in einem schönen Spiel gegen Özdemir, der sich wacker gegen die Niederlage stemmte (3:1 Sätze).

Mit diesem erfreulichen 9:1-Sieg im Gepäck ging man zum späten Hinkel-Essen über. Der TTV-Express rollt.

Spieltag 10: Furioses Intermezzo zum Jahresstart

TTV Neustadt  : TTC Burrweiler  9:7

Schön gediegen die Rückrunde beginnen und sich so langsam eingrooven – so hätten es unsere TTVler gerne gehabt. Doch der Spielplan hat ein anderes Los bestellt. Es kamen die kampfstarken Burrweilerer, Mitaufstiegskandidaten und seit sieben Spielen ungeschlagen. Schon nach den ersten Bällen wurde deutlich, dass es heiß werden sollte – wie eigentlich immer, wenn es gegen „Burr“ geht. Und das Aufeinandertreffen sollte halten, was es versprach.

Wie schon in der Hinrunde spielten die Gäste ihre Doppelstärke aus. Speth/Lerch zerlegten unser Duo Sebbi/Jürgen (1:3 Sätze) und Richter/Hemberger rangen die Kampflöwen Walde/Oli (1:3 Sätze) nieder. Dagegen konnten Christian und Andy Revanche für die Vorrunde nehmen und das Doppel Gärtner/Ackermann mit 3:0 Sätzen in die Schranken weisen. Ein wichtiger Punkt um gegen die starken Gäste nicht unter die Räder zu kommen.

In den Einzeln startete es mit dem Klassiker Sebbi versus Manuel Lerch. Der TTV-Frontmann legte los wie ein gedopt, schmetterte und peitschte mit Rück- wie Vorhand und lag fix mit 2:0 Sätzen in Front. Doch dann bekam er Lerchs Aufschläge weniger in den Griff und der Burrer legte mit aggressiver Rückhand nach. Nach einem umkämpften 4. Satz (12:14) lief es nicht mehr für den TTVler und er musste Lerch das Spiel mit 2:3 Sätzen unglücklich überlassen. Besser lief es am Nebentisch für Andy, der sich mal wieder mit Jürgen Speths abartig spinnigen Tops beschäftigen durfte. Den mächtige Seitenschnitt neutralisierend ging er selbst in den Angriff über und holte mit 3:0 Sätzen den ersten Einzelsieg für Neustadt. Zwischenstand 2:3 für die Gäste.

Den Siegesimpuls nutzend lieferte auch Christian kampfstark einen weiteren Punkt. Gegner Torge Richter präsentierte sich an diesem Abend in guter Form und sicher im Angriff, doch der neustadter Allrounder brachte jeden Ball zurück auf den Tisch. Das viele Fischen wurde mit 3:0 Sätzen belohnt. Während dessen spielte sich Jürgen gegen Robin Gärtner in einen kleinen spielerischen Rausch. Holte er den ersten Satz noch glücklich, so souverän agierte er in der Folge. Keine Rückschlagfehler, mutige Spinbälle, platzierte Blocks – das perfekte Rezept für den Sieg (3:0 Sätze). Führungswechsel und 4:3 im Zwischenstand für die Hausherren.

Auch unser hinteres Paarkreuz war gewillt die Serie weiterzuführen, doch die Burrer lieferten dort eine beachtliche Leistung. Oli und Christoph Ackermann zeigten ein aufreibendes Match mit sehenswerten Ralleys. Beide in der Rückhand stark und im Topspin sicher, schenkten sie sich nichts. Nachdem der erste Satz unglücklich und auch der zweite sehr knapp verloren ging, bewies Oli Moral und erspielte sich den dritten Satz souverän. Im vierten hatte Christoph die Nase wieder knapp vorne und holte den Punkt nach Burrweiler (1:3 Sätze). Zur gleichen Zeit versuchte Walde mit Tim Hembergers Schnitt klarzukommen. Kein einfaches Unterfangen, denn dieser Unterschnitt schien aus der Hölle zu kommen. Walde riss sich fast den Arm beim Topspin aus und fraß immer wieder Effet. Einen Satz konnte er erspiele, der Rest ging verdient an Hemberger – starkes Spiel von ihm! Damit kippte die Führung wieder auf die Gästeseite, 4:5 insgesamt.

Ein nervenaufreibendes Spiel, besonders für die Zuschauer. Es wurde angefeuert, geflucht, geklatscht – tolle Fairplayatmosphäre auf beiden Seiten. In der zweiten Hälfte sollte es auch so bleiben. Zeit für die nächste Runde: Diesmal gab Sebbi bis um Ende richtig Gas. Jürgen Speth war noch gar nicht richtig in der Box, da hatte der TTVler bereits mit 3:0 Sätzen zugeschlagen. Er selbst konnte auch nicht glauben, was er abgeliefert hatte: Ein fast fehlerfreies Spiel. Auch Andy staunte nicht schlecht, musste aber selbst ran. Sein Spiel gegen Manuel Lerch war zeitlich wesentlich aufwändiger. Zudem sehr ausgeglichen und laufintensiv. Lerch war gut in Form und trommelte seine Rückhand immer wieder erfolgreich auf den Tisch. Doch Andy erspielte sich Vorteile durch seinen Aufschlag und mit ordentlich Ballsicherheit. Nach beherztem Fight siegte der Neustadter mit 3:1 Sätzen.

In einen ebenso großen Kampf stürzten sich Christian und Robin Gärtner. Ein munterer Mix aus Abwehr und Angriff, Stoppball und Brachialschuss. Nachdem der Burrer unseren Christian im ersten Satz überrumpelte, fing sich dieser und legte noch einen Gang zu. Jetzt kam die Ballonabwehr und auch die Schnittbälle verfehlten ihre Wirkung nicht. Spiel – Satz – Sieg Knopf (3:1 Sätze). Die Anzeigetafel zeigte folgerichtig eine erfreuliche 7:5-Führung für den TTV.

Doch leider stand etwas anderes im Drehbuch und es wurde nochmal eng … verdammt eng. Jürgen musste sich dem sicher und unbequem agierenden „Richter-Material“ mit 1:3 Sätzen beugen und auch Walde dem konsequent angreifenden Ackermann zum Sieg gratulieren (1:3 Sätze). So wurde aus der Führung ein 7:7-Zwischenstand. Nichts für schwache Gemüter.

Zeit für Nerven aus Stahl, staubfreie Beläge, schweißfreie Hände und mutiges Agieren. Genau dies zeigte Oli in der mitentscheidenden Partie gegen Tim Hemberger. Der erste Satz ging noch verloren, doch dann bekam der TTV-Routinier Hembergers Schnitt in den Griff. Eine offene Partie entwickelte sich und Oli blieb in den entscheidenden Phasen selbstsicher am Drücker. Unter begleitendem TTV-Jubel holte er den Sieg nach Hause. Zeit für das Schlussdoppel. Für die einen ein notwendiges Übel, für die anderen der Gipfel des Hobby-Sports. Zu letzteren zählt sicher das Doppelduo Christian/Andy, die waren heiß auf das Match. Doch auch die Burrer wirkten hochmotiviert und warfen Spitzendoppel Speth/Lerch in den Ring. Vom ersten Punkt an ging es zur Sache. Speth zog brutale Spins, Andy blockte scharf ins Eck, Lerch konterte mit schneller Rückhand, Christian warf sich mit Unterschnitt in den Ball … So verliefen viele Ballwechsel und die TTVler fischten wie die Bekloppten die Bälle von der Grundlinie. Der Einsatz wurde belohnt: Mit 3:1 Sätzen gewann das Duo, am Ende auch mit etwas Netzglück. Der Sieg war perfekt, 9:7 gewonnen!

Was ein Match – von beiden Teams. Zur besseren Verarbeitung begab man sich zum Griechen, das half 😉.

Spieltag 9: Überwintern als Tabellenführer

TTV Neustadt  : TTC Germersheim  9:0

Am letzten Spieltag der Vorrunde hieß es für unsere erste Équipe noch einmal volle Fahrt voraus um die Tabellenführung zu sichern. Die Gäste aus Germersheim sind trotz ihres Tabellenplatzes immer schlagkräftige Gegner, die insbesondere Stärken im Doppel haben.

Deshalb galt es für die TTVler gleich zu Beginn Konzentration und Nerven zu schärfen. Die Doppel-Paarung Sönke/Andy machte gegen Hübner/Ulbrich also keine Gefangenen. Kurz und schmerzlos verliefen die Ballwechsel, vor allem Dank Sönkes harten Spins. Nur kurzzeitig ließen sie die Germersheimer gewähren, siegten am Ende mit 3:1 Sätzen. Das gleiche Ergebnis erspielten Sebbi/Jürgen, die Arbogast/Nowak mit einer gesunden Mischung aus Kontrolle und Angriff beschäftigten. Damit sind die beiden Neustadter in der Vorrunde ohne Doppelniederlage – ganz starke Nummer. Sehr umkämpft und sehr anschaulich gestaltete sich das Duell von Oli/Gerd gegen Funk/Sinn. Lange Ballwechsel und präzises Blockspiel bestimmte die Partie über weite Strecken. Die beiden TTV-Kämpfer siegten am Ende kampfstark mit 3:1 Sätzen.

Nach den Doppeln liefen die Hausherren richtig heiß und ließen den Germersheimern nur wenig Möglichkeiten zum Gegenangriff. Sönke startete sein Einzel gegen Marius Nowak sehr druckvoll. Fokussiert beim Aufschlag und clever nachspielend versenkte er einen Topspin nach dem anderen, und das fast ohne Fehler. Ein schnelles 3:0 stand zu Buche. Ebenso sicher streckte Sebbi die Gäste-Nummer-Eins Jörg Arbogast nieder. Vorhand wie Rückhand peitschte unser Frontmann auf die Platte – abnormal gut! 3:0 für Sebbi.

Das mittlere Paarkreuz ließ sich auch nicht lumpen. Andy durfte gegen David Ulbrich ran und gab ordentlich Fett in die Bälle. Die Trefferquote des TTVlers war hoch und somit siegte er ebenfalls mit 3:0 Sätzen. Jürgen machte in der Zwischenzeit Bekanntschaft mit Carsten Hübners Materialkombo (beidseitig Noppen). Mit taktischer Raffinesse ließ er diese jedoch nicht zur Entfaltung kommen, attackierte abwartend clever und fuhr die Partie mit 3:1 Sätzen nach Hause.

Wie so oft schon konnte sich der TTV auf ein starkes hinteres Paarkreuz verlassen. Diesmal bestehend aus Oli und Gerd. Ersterer machte den Anfang gegen Christian Sinn. Ein starkes Spiel beider Akteure. Oli zog wie ein Weltmeister die Bälle über das Netz und Sinn blockte qualitativ hochwertig zurück. Mit viel Überdrall erspielte sich der TTVler nach dem zweiten Satz Vorteile und zog mit 3:1 davon. Auch Gerd erlebte gegen Manuel Funk ordentlich Gegenwehr. Die Noppen machten dem Germersheimer wenig aus, also musste der neustadter Routinier die Angriffsfrequenz erhöhen. Das setzte er mit Bravour in die Tat um und erspielte mit seinem 3:0 Satzsieg zugleich den Siegpunkt für den TTV Neustadt.

Damit liegt unsere Erste nach der Vorrunde mit einem Punkteverhältnis von 15:3 auf dem ersten Tabellenplatz, punktgleich mit Wörth (15:3) und gefolgt von Oggersheim (14:4) sowie Burrweiler (11:5). Es verspricht eine spannende Rückrunde zu werden. Wir hatten unseren Spaß, bleiben natürlich heiß am Ball und freuen uns auf die kommenden Spiele.

Spieltag 8: Topspiel gerockt

TTV Edenkoben : TTV Neustadt  1:9

Wochenende, Arbeitsklamotten in die Ecke, ein schneller Imbiss und dann ab die Halle. So gestaltet sich der Alltag eines Tischtennisspielers. Wohl dem, der die passenden Klamotten und den richtigen Schläger eingepackt hat …

Die Mannen unserer Ersten meisterten diese Herausforderung mit Bravour und waren sogar vor dem Heimteam in der Halle. Anhand der Tatsache, dass sich tatsächlich alle Athleten zu Beginn einem ernsthaften Aufwärmprogramm unterzogen (Ergit drückte sich noch schnell die letzten Dönerreste rein) war abzulesen, dass kein Null-Acht-Fünfzehn-Spiel auf dem Programm stand.

Haupt-Leidenschaft der TTVler waren schon immer die Doppel. Zur Zeit harmonieren die Duos einfach prächtig, auch dank intensiver Paartherapie auf diversen Weinfesten. So lieferte Pärchen Nr.1 (Christian und Andy) gleich zu Beginn ein lusterzeugendes Vorspiel gegen Krueziu/Kopp ab. Die edenkobener Angriffsmaschine legten sie mit Umsicht und gehörig Schnittwechsel lahm (3:1 Sätze). Pärchen Nr. 2 (Sönke und Walde) ist kein Kandidat für langes Vorgeplänkel sondern spielte hopp oder top. Mal gewannen Gegner Kröger/Günthner die Oberhand, mal feuerten die TTVler Ball um Ball auf die Platte. Ein knapper und verdienter Sieg für das Neustadt-Duo (3:2 Sätze). Pärchen Nr. 3 (Sebbi und Jürgen) ließen Gegnerdoppel Kröger/Potz lediglich im ersten Satz gewähren, um dann die Schlinge in den Folgesätzen enger zu schnallen. Mit viel Eigeninitiative, Herzblut und tollen Spins erspielten sie den dritten Doppelsieg in Folge (3:1 Sätze).

Nach den Doppeln wurde erst einmal durchgeatmet. Für Außenstehende immer interessant zu beobachten welchen Routinen die Tischtennisakteure in dieser Phase folgen. Die ersten Vitaminbomben werden geschält, die Familienpackung Süßigkeiten geopfert, der dritte Klogang erledigt oder minutenlang über das vergangene Match geplaudert – die Varianten sind unzählig und einfach spannend. Doch irgendwann wird dann auch noch Tischtennis gespielt. Die Einzelbegegnungen starteten.

Edenkoben-Frontmann Ergit Krueziu forderte unseren Capitano Sebbi und es sollte ein rasantes Match werden. Wie gedopt ging Krueziu auf alle Bälle drauf. Sebbi reagierte mit drückenden Blocks und versuchte ebenfalls in den Angriff zu gelangen. Mit Highspeed-Tischtennis ging es hin und her, doch Sebbi gelang es nicht den gewünschten Zugriff zu erlangen und musste mit 0:3 Sätzen klein bei gegeben. Es muss am Doping-Döner gelegen haben 😉. Nicht minder rasant und noch spannender gestalteten Sönke und Gegner Tim Kröger ihre Partie. Erst kam Kröger nicht mit Sönkes Frontalangriff klar, dann schlug er mit erhöhter Noppensicherheit zu. Nach 2:1-Rückstand biss Sönke erst richtig zu. Mit beidseitigen Topspins hinter dem Tisch diktierte der neustadter Linkshänder den Spielverlauf und gewann mit 3:1 Sätzen, das war richtig stark!

Bei einem Zwischenstand von 4:1 Spielen aus neustadter Sicht ging Christian mit Rückenwind in sein Einzel. Kontrahent und Fastgeburtstagskind Ralf Günthner fand zuerst kein Mittel gegen die schnittigen Bälle des TTVlers, konnte dann aber seine Vorhand stärker einsetzen. Eine offene Partie in der Christian immer öfter in den Angriff ging und sich dabei sichtbar wohl hinter der Platte bewegte. Gepusht vom eigenen Fanclub rang er Günthner sehenswert mit 3:1 Sätzen nieder. Am Nebentisch schrieben Andy und Christian Kopp an einem spielerischen Krimi. Alle Sätze knapp, jeder Ball mit hohem Risiko gespielt, Brutal-Effet in den Bällen und tödliche Aufschläge. Der Edenkobener hatte ein Plus im druckvollen Angriffsspiel während der Neustadter mit wirkungsvollen Drallbällen punkete. Andy ging nach dem 2:2 Satzausgleich durch den spielstarken Kopp noch einmal in die vollen und gewann am Ende mit 3:2 Sätzen.

Zwischenstand 6:1 für Neustadt, es sah allerdings nur auf dem Papier klar aus. Weiter ging es mit dem Auftritt von Walde gegen Matthias Potz. Neustadter Vorhandpeitschen als Mittel gegen den gerne aus der Ballonabwehr agierenden Gegner. Zwischenzeitlich haderte der TTVler immer wieder mit seinen Schlägen, konnte aber überwiegend erfolgreich punkten und fightete sich zu einem 3:1 Satzsieg. Wenig Probleme hatte Jürgen, der Peter Kröger kaum Chancen bot, seinen wuchtigen Vorhandschwinger einzusetzen. Mit traumwandlerischer Sicherheit servierte er variabel und versenkte die Returns ohne Rückfahrschein auf dem Tisch. 3:0 Sätze – ein Statement.

Den Schlusspunkt setzte Sönke, der Ergit Krueziu zum Topspiel forderte. Dieser legte schon wieder los wie die Feuerwehr und holte sich motiviert den ersten Satz. Der TTVler blieb jedoch konzentriert und sehr beweglich am Tisch. Aus der Halbdistanz setze er in phantastischen Rallyes die entscheidenden Nadelstiche und gab das Spiel nicht mehr aus der Hand. Wenn Sönke den Ball voll trifft, hörst du nur noch ein Pfeifen – das war beeindruckend!

Schluss – aus – vorbei – 9:1 für Neustadt. In dieser Höhe sicherlich etwas übertrieben, gingen doch alle drei Fünfsatzmatches an den TTV. Der Sieg gegen eine Topmannschaft tat unserer Ersten sichtlich gut. Und Anerkennung an die Edenkobener, die nicht nur kampfstark dagegenhielten sondern im Anschluss für weiteres Spiel und Spaß zu haben waren. Bis weit in die Nacht wurde noch gemeinsam gezockt und geblödelt. So muss es sein, an einem Freitagabend …