Spieltag 3/2026: Starkes Heimspiel der Ersten

TTV Neustadt : TTC Burrweiler  9:2

Bereits im letzten Jahr gab es diese Begegnung, nur diesmal eine Liga höher. Als Mitaufsteiger reisten die Gäste aus Burrweiler an, mit zwei Siegen im Rücken und in guter Form. Von wegen Zweitliga-Tischtennis, hier wurde größtenteils auf Erstliga-Niveau geplätscht.

Burrweiler musste auf zwei Spieler verzichten und damit die Doppel umstellen. Trotzdem taten sich die TTVler zu Beginn schwer. Lediglich Christian und Andy ließen gegen Speth/Hemberger mit beharrlicher Sicherheit kaum einen Punktgewinn zu und siegten mit 3:0 Sätzen. Sönke und Nico wackelten nach 2:0-Führung gegen Etschmann/Flickingers ungewohnten Bällen noch zu einem 3:2 Satz-Gewinn. Gleicher Spielverlauf bei der Begegnung von Sebbi und Jürgen gegen Paradedoppel Gärtner/Ackermann, ebenfalls ein hart erkämpfter 3:2-Erfolg für den TTV.

In den Einzeln wurde munter weitergebissen. Sebbi bestätigte gegen Jürgen Speth seine aktuell hervorragende Form. „Mit dem Holz habe ich einfach ein gutes Feeling“, meinte der Capitano nach dem eindrucksvoll klaren 3:0. Am Nebentisch lieferten sich Sönke und Robin Gärtner eine richtige Schlacht aus Ballonabwehr, Gegenschüsse und satten Spins. „Wenn mich ein Gegner nicht kennt, habe ich immer gute Karten“, meinte der Burrer und behielt damit Recht. Sönke brauchte alles um das Spiel im Entscheidungssatz heimzufahren, dank seiner Nervenstärke. Ein starkes Spiel!

Es folgte die Partie Andy gegen Tim Hemberger, eine schnittige Angelegenheit. Der TTVler startete etwas unkonzentriert in die Partie, lag 0:2 hinten um sich dann langsam zu berappeln. Nach einem Satzgewinn nahm das Match Fahrt auf und war bis zum Ende sehr spannend. Hemberger machte seine Sache hervorragend und ließ die harte Vorhand immer wieder einschlagen. Ein verdienter 3:1-Sieg für die Gäste. Das ließ Christian nicht auf sich sitzen und spielte gegen Christoph Ackermann wie aus einem Guss. Je länger eine Partie dauert, desto gefährlicher wird das neustadter Allroundtalent. Wenn dann auch noch die Aufschläge kommen, ist für den Gegner nichts zu holen. In diesem Fall traf es Ackermann, 3:0 aus neustadter Sicht. Zwischenstand insgesamt 6:1.

Es lief richtig gut für die Hausherren, doch die Gäste ließen nicht locker und kämpften weiter. Im hinteren Paarkreuz zeigten diese, dass sie mehr als nur Ersatzleute sind und stellten unsere Mannen vor eine harte Aufgabe. Nico, der die letzten Wochen etwas mit der Form kämpfte, veranschaulichte unter Applaus der Kollegen was sein Handgelenk zu leisten vermag, wenn es richtig unter Vorspannung steht. Nach einem ersten passiven verlorenen Satz gegen Marco Flickinger platzte beim Neu-TTVler der Knoten und es rappelte in der Halle wie bei einem Spätsommer-Gewitter. Der Burrer konnte die Bälle platzieren wie er wollte, Nico lud durch und siegte mit 3:1 Sätzen – grandios! Zeitgleich bemühte sich Jürgen um Konstanz gegen den unbequem zu spielenden Nicolas Etschmann. In den ungeraden Sätzen spielte Jürgen tadellos, in den geraden kam Etschmann besser ins Spiel. Glücklicherweise ist der fünfte Satz ungerade – und so siegte der TTVler mit 3:2, auch dank hellem Köpfchen.

Es stand nun insgesamt 8:1 und das vordere Paarkreuz sollte die Entscheidung bringen. Sönke forderte Speth zum heißen Linkshänder-Duell. Es sollte hot werden, und ultra-spannend. In den folgerichtig knappen fünf Sätzen waren gute Nerven gefragt. Kurze Ballwechsel in denen jeder sofort den Abschluss suchte, waren an der Tagesordnung. Jürgen Speth machte ein klasse Spiel, kreierte unheimlich viel Spin. Sönke ließ seine fulminante Vorhand sprechen, teilweise fehlte die Sicherheit. Am Ende holte sich der Burrer den Punkt mit 3:2 Sätzen. Krasse Spiel. Sebbi, der am Nebentisch gegen Robin Gärtner agierte, musste sich zusammenreißen, um nicht immer auf den Spielstand des Nebenmatches zu spähen. Sobald dieses entschieden war, ließ der TTVler den Express rollen und spinnte sich zu einem 3:1 gegen Gärtner, der sich wieder wacker schlug. Dank einer gesunden Mischung aus Druck und Sicherheit, war Sebbi nicht zu schlagen und beendete damit auch die Gesamtpartie mit 9:2 Punkten.

Ein hart erkämpfter Sieg für die Hausherren, die damit gut in die Runde gestartet sind. Wichtige Punkte gegen den Abstieg tun gut, und auch persönliche Erfolge sorgen für Motivation. Es gilt nun weiter an den Trainingszielen zu arbeiten. Gutes erhalten, Schwachstellen optimieren, Spaß haben und im Abgang einen Limoncello… arrivederci.