Spieltag 14: Furioser Fight gegen starke Kandler

TTV Neustadt : TSV Kandel  9:6

Ein ordentliches Brett und sehr ansehnliches Tischtennis boten unsere Erste und die Gäste beim gestrigen Meisterschaftsspiel. Erwartet wurde ein schweres Match für den TTV, denn insbesondere im vorderen Paarkreuz sind die Kandler stark bestückt. Beide Teams hatten Bock auf Sport und Schweiß – das merkte man.

Zu Beginn wurde wieder gedoppelt, da zeigten die Gastgeber leichtes Übergewicht. Sebbi und Jürgen holten gegen Nese/Hoffmann den ersten Punkt (3:1) und auch Sönke/Walde waren gegen Spitzendoppel Zellmer/Kleiner auf bestem Wege. Sie lagen bereits 2 Sätze vorne, doch dann spielte Zellmer ein paar unglaubliche Bälle. Seine Rückhandgegensmashes gepaart mit Kleiners Blockstärke führten doch noch zu einem Sieg der Kandler (2:3). Oli und Andy hatten dagegen gegen Vater-Sohn-Duo Mühl/Mühl keine Probleme (3:0).

Wahre Leckerbissen boten die folgenden Begegnungen des vorderen Paarkreuzes. In Worte ist nicht wirklich zu fassen was sowohl Sönke und Niko Kleiner, als auch Sebbi und Markus Zellmer spielerisch zündeten. Sönke zog brachiale Topspins am laufenden Band, die Kleiner phantastisch zu blocken wusste. Sebbi trümmerte ein paar prachtvolle Rückhände durch die Parallele, während Zellmer wie besessen gegenzog. Am Ende des Tages musste es Gewinner geben, und die kamen beide aus Kandel, nach jeweils 5 umkämpften Sätzen (2:3, 2:3). Das konnte noch heiter werden.

Andy ließ sich nicht lumpen und stemmte sich gegen die Angriffslust von Andreas Hoffmann mit viel Drall (3:0) und auch Jürgen biss sich gegen den motivierten Gökhan Nese ins Spiel. Er konnte taktisch punkten und mit viel Übersicht topspinnen (3:2). Nach diesen beiden Erfolgen stand es insgesamt 4:3 für den TTV, ein enges Ding!

Auch im hinteren Paarkreuz wurde geschwitzt und gefightet. Walde hatte mit Rüdiger Mühls Spiel große Probleme und es gelang ihm nicht in den Frommschen Modus zu gelangen. Der Kandler spielte stark und holte den Punkt (1:3). Auch Oli sah sich mit Sven Mühl einem blockstarken Kontrahenten gegenüber, der sauber angriff. Doch mit Routine und Spin schaffte der Neustadter den nächsten Erfolg (3:1).

Der 5:4-Zwischenstand mahnte zur Vorsicht und vor allem zu Vollgas. Dies beherzigten alle Spieler, insbesondere Markus Zellmer, der gegen Sönke ein klasse Spiel ablieferte. Der TTVler zeigte trotz Trainingsrückstand immer wieder geile Bälle, doch der Kandler wusste siegreich zu kontern (1:3). Am Nebentisch schlug erfreulicherweise der Rappinator wieder zu. Neustadts Kapitän traf mit hoher Sicherheit seine Bälle und gab auch nach Satzrückständen nie auf. Ein viel knapperer Sieg, als es auf dem Papier den Anschein macht (3:0), der für den weiteren Verlauf und die Moral aber verdammt wichtig war.

Leider konnte Andy im Folgespiel nicht anschließen und musste sich dem ultra-sicheren Gökhan Nese beugen. Jeder Spin wurde postwenden zurückgeliefert (0:3). Doch da gab es ja noch Master Jürgen, der sich an diesem Abend aus vorangegangener Unfitness herausspielte und Andreas Hoffmann bezwingen konnte (3:0). Gesamtstand 7:6 – jetzt mussten sich die TTVler nochmal steigern.

Wohl dem Team, das ein nervenstarkes hinteres Paarkreuz aufstellen kann. Wald zeigte Moral und ließ die vorangegangene Niederlage eindrucksvoll hinter sich. Gegen Sven Mühl lief die Topspinmaschine wieder wie gewohnt und der wichtige Punkt konnte eingetütet werden (3:1). Parallel dazu lief die Nervenpartie Oli gegen Rüdiger Mühl, welcher an diesem Abend ein hohes Niveau spielte. Der erste Satz ging verloren, da rutscht einem schonmal das halbe Herz in die Hose. Doch Oli ließ sich nicht beirren, steigerte die Spinrate und kam immer wieder offensiv zu punkten. Matchball im vierten Satz und … verwandelt. Groß waren Jubel und Erleichterung auf neustadter Seite neben größtem Respekt vor der Kandler Leistung.

Aufgrund des Punkteverlustes von Verfolger Oggersheim stehen die Chancen für den TTV nun gut die Saison meisterlich abzuschließen. Doch es warten noch ein paar harte Spiele auf unsere Jungs. Deshalb: weiter heiß bleiben 🔥.