Lehre des 14. Spieltages: „Auf Regen folgt Sonnenschein“

TTV Neustadt : VTV Mundenheim  9:2

Nach dem Ausrutscher gegen Oppau drängten unsere Spieler der Ersten hochmotiviert auf Wiedergutmachung. Leidtragende waren an diesem Abend die Gäste aus Mundenheim, welche gestärkt aus den Erfolgen ihrer letzten Spiele an die Weinstraße reisten. Wichtiger Baustein des anvisierten Sieges auf neustadter Seite waren die Doppel, welche nach dem Schiefstand des letzten Spieles wieder zu gewohnter Sicherheit führen sollten. Und so kam es dann auch, dass Sebbi/Andy sowie Hakan/Marius ihre Begegnungen ohne Satzverlust über die Bühne brachten. Jonas/Walde kämpften tapfer gegen die starke Paarung Dörling/Friscia, verloren aber in der Verlängerung des Entscheidungssatzes die Partie.
Es folgten die Einzel: Sebbi „Die Lunge“ Rapp startete gegen Müller einen wahren Spin/Block-Marathon. Nach 2:0-Führung des TTVlers rechnete wohl keiner mehr mit einem knappen Spielverlauf, doch Müller blockte erstaunlich sicher und zwang seinen Kontrahenten in den Entscheidungssatz. Trotz Traubenzucker lief Sebbis Pumpe stockend und so musste ein Timeout bei 8:7 im Entscheidungssatz die notwendige Sauerstoffzufuhr liefern. Der erhoffte 3:2-Sieg war die Folge. Jonas hatte währenddessen mit Dörlings Aufschlägen und dessen Weitwinkelspiel seine große Mühe. Im dritten Satz schaffte er es, den Mundenheimer Top-Mann mit wirkungsvoller Kombination aus kurzen Bällen und harten Tops in Verlegenheit zu bringen, jedoch stellte dieser sein Spiel um und gewann mit 3:1.
Die folgenden Einzel verliefen weniger spektakulär, dafür aber um so erfolgreicher für unsere Herren. Spielerberater Klaus verlangte maximale Wirkung bei möglichst sicherer Spielweise. Dies beherzigte Andy, der Friscia mit gewohnt effetgeladenen Bällen zu Fehlern zwang, 3:0 für den Neustadter. Marius, der sich am Nebentisch mit Schmitt duellierte, spielte nach einem stressigen Tag beachtlich konzentriertes Tischtennis und wurde ebenfalls mit 3:0 belohnt. Das hintere Paarkreuz des TTV mausert sich mehr und mehr zur sicheren Bank. Hakan hatte beim 3:0 keine Mühe mit Kapp und auch Walde hielt der Dauerbeschallung durch Fatah mit einem 3:0 tapfer stand.
Den krönenden Abschluss schafften Sebbi gegen Dörling und Jonas gegen Müller in der Folge. Beide siegten erstaunlich deutlich ebenfalls mit 3:0. Insbesondere Sebbis Erfolg gegen den ehemaligen Oberligacrack ließ aufhorchen.
Die Erste hat also den kurzen Regenguss überwunden und ist mehr als bereit für die noch anstehenden Matches.

1 Antwort
  1. Klaus
    Klaus says:

    Nach Schiefstand nun Schiefhang

    Es war wieder mal interessant zu sehen, wie unterschiedlich Spieler mit ähnlicher Spielstärke auf unterschiedliche Spielertypen reagieren.

    Das erste Match, welches Jonas hart umkämpft letztendlich abgeben musste, gewann später Sebi sehr überzeugend.

    Das erste Match wiederum , das Sebi nur äusserst hart umkäpft für sich entscheiden konnte, meisterte später Jonas quasi im Schongang.

    Immer wieder schön zu sehen, was der Tischtennissport zu bieten hat.

    Hakan ist in seiner Unauffälligkeit kaum zu überbieten. Ich glaube darin liegt das Geheimnis seines Erfolges. Meistens einfach nur souverän. Schnörkellos und effektiv. Gestern Abend auf jeden Fall. Alles ohne grossen Schweißverlust.

    Bei Andy hatte ich vor Spielbeginn ein eher ungutes Gefühl. Beim Befestigen der Ergebnistafel an der Sprossenwand ist es ihm trotz aller Anstrengungen nicht gelungen, die Tafel in einem steileren Winkel als in einer 32° Abwärtsneigung in Richtung Gegner aufzuhängen. Ich habe über 3 mögliche Gründe spekuliert: 1. Die rechte Schnur gab bezüglich ihrer Länge kein steileres Gefälle her 2. Andy hat Rituale und dieses Gefälle als gutes Omen erachtet, oder 3. feinmotorische Defizite

    Die feinmotorischen Defizite habe ich dann schnell ausgeschlossen, denn Andy hat an der Platte wieder in gewohnter „Ich ruhe in mir“ Manier spielerisch leicht sein Programm überzeugend abgespult.

    Ein besonderes Kompli geht aber auch ausdrücklich mal an Marius und Waldemar. Toll, was die zwei Jungs in ihren Einzeln immer wieder bieten. Stets sehr konzentriert und mit einem großen Kämpferherz ausgestattet. Klasse, wenn man solche jungen Wilden in seinen Reihen hat.

    Mein persönliches Highlight war aber das erste enge Match von Sebi. EIn Beispiel dafür, wie man ein Spiel, bei dem man sich schwer tut, mit hervorragendem Coaching zwischen den Sätzen, mit Unterstützung und Anfeuerung von aussen, mit variablem Spiel und mit sage und schreibe 8 Assen mit einem unscheinbaren, aber üblen Rückhandaufschlag, für sich entscheiden kann.

    Ich habe nun schon einige seiner (meistens erfolgreichen) Spiele verfolgt und wundere mich immer wieder. Fast in jedem Spiel sehe ich Momente, die den Anschein völliger Teilnahmslosigkeit vermitteln. Im Fachjargon nennt man es das Mesut Özil Syndrom. Aber im nächsten Atemzug ist er mit höchster Konzentration und Aggressivität im Spiel zurück.

    Als Sebi dann noch sein zweites Match astrein gewann, war sein Adrenalinpegel anscheinend so hoch, dass er noch einem älteren, unbeteiligten Zuschauer einen Schläger in die Hand drückte und ihn nötigte, sich gegen ihn hinter die Platte zu stellen. Diesem drosch er dann ebenfalls noch einige Bälle um die Ohren und stiess ihn in ein tiefes Tal der Depression.

    Fazit: Alles wurde wieder geboten. Schöner Sport, coole Sprüche und viel Spass. Ein rundum schöner Abend in angenehmer Gesellschaft

    Gruss

    Klaus

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